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Willkommen bei allen Informationen zur Orgel-Stadt Trier!

Trierer Orgelpunkt

Internationale Orgeltage im Trierer Dom

Die beliebte Konzertserie startete am Dienstag, 17. Mai 2022 mit einer ungewöhnlichen Besetzung. Zusammen mit der großen Schwalbennestorgel spielten Amadeus Guitar Duo & friends Musik für vier Gitarren und Orgel. Karten für alle Konzerte gibt es im Vorverkauf an allen bekannten Stellen und bei www.ticket-regional.de/triererdom. Der Preis der Tickets ist an den Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse gleich.

Orgelkonzerte 2022

INTERNATIONALE ORGELTAGE IM TRIERER DOM 2022

Dienstag, 17. Mai 2022  20 Uhr
Amadeus Guitar Duo
Josef Still, Domorganist in Trier

Dienstag, 24. Mai 2022  20 Uhr
Michael Hoppe, Domorganist am Aachener Dom

Dienstag, 31. Mai 2022  20 Uhr
Pier Damiano Peretti, Wien

Dienstag, 7. Juni 2022  20 Uhr
Bart Jacobs, Kathedrale Brüssel

Dienstag, 14. Juni 2022  20 Uhr
Samuel Kummer, Frauenkirche Dresden

Dienstag, 21. Juni 2022  20 Uhr
Josef Still, Domorganist in Trier

Das ausführliche Gesamtprogramm der Reihe finden Sie hier.
 

Tickets: 8 €, ermäßigt 4 €
Dominformation, alle bekannten Vorverkaufsstellen und
www.ticket-regional.de/triererdom

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MUSIK AUS DEM SCHWALBENNEST 2022
Vom 20. August bis 8. Oktober 2022 jeden Samstag um 11.30 Uhr.
30 Minuten Orgelmusik, jeweils mit Auftritt des Trierer Orgelteufelchens

20. August 2022  11.30 Uhr
Josef Still, Domorganist in Trier

27. August 2022  11.30 Uhr
Frank Mehlfeld, Rapperswil (Schweiz)

3. September 2022  11.30 Uhr
Werner Grothusmann, Saarbrücken

10. September 2022  11.30 Uhr
Christoph Schömig, Prüm

17. September 2022  11.30 Uhr
Josef Still, Domorganist in Trier

24. September 2022  11.30 Uhr
André Gold, München und Altötting

1. Oktober 2022  11.30 Uhr
Bernhard Marx, Dom St. Blasien im Schwarzwald

8. Oktober 2022  11.30 Uhr
Josef Still, Domorganist in Trier

Tickets: 3 €. Schüler, Studenten 2 €.  Kein Vorverkauf, nur Konzertkasse ab 11 Uhr

 

Vierne mit Vincent Dubois

Meisterkurs aus erster Hand

Wer hätte das gedacht? Genau 100 Jahre nach dem Konzert Louis Viernes in Trier saß einer seiner Nachfolger am Spieltisch einer der größten Orgeln des Landes. Vincent Dubois, ebenso wie Olivier Latry und Philippe Lefebvre „organiste titulaire“ der Pariser Kathedrale, gab am 19. November 2021 einen Meisterkurs vor 18 Interessierten in der Konstantin-Basilika in Trier. Der dortige Kirchenmusikdirektor Martin Bambauer hatte gemeinsam mit Domorganist Josef Still den schon im „Vierne-Jahr“ 2020 vorgesehenen Kurs aus Pandemie-Gründen um ein Jahr verschieben müssen. In hervorragendem Deutsch gab der vielfach preisgekrönte Vincent Dubois an diesem Tag einen kleinen Einblick in seine vielfältige Interpretationskunst. Mit subtilen Tipps zu Überlegato, Daumenglissando und geschmeidigem Pedalgebrauch gab es reichlich technisches Rüstzeug für die Darstellung der Werke. Vor allem die Erklärungen zu Aufbau und Klangvorstellung einzelner Stellen mit den Bezügen zu zeitgenössischen Komponisten waren höchst interessant. Frappierend war die fachliche Kompetenz des Dozenten – Dubois konnte nicht nur zu allen Werken detaillierte Angaben machen und sie spielen, er zitierte auswendig auch aus diversen weiteren Stücken des Meisters! Seine humorvolle, charmante Art und die Fähigkeit, auf jede Spielerin und jeden Spieler individuell einzugehen waren ein Musterbeispiel von höchst gelungener Pädagogik!

Das Trierer „Vierne-Jahr“ 2020 wurde coronabedingt auf zwei Jahre gestreckt – aufgeführt wurden alle Orgelwerke sowie diverse Chor- und Kammermusikwerke in fast 40 Veranstaltungen! In dieser groß angelegten Hommage an Louis Vierne war der Meisterkurs von Vincent Dubois zweifellos ein gewichtiges und höchst beeindruckendes „Piéce extraordinaire“. Am Ende des Tages wünschte sich eine Teilnehmerin eine Improvisation im Stil Viernes. Der Dozent zauberte in einem etwa 10-minütigen Kaleidoskop mit zahlreichen Zitaten aus Viernes Orgelschaffen an der viermanualigen Eule-Orgel mit ihren 82 Registern die Atmosphäre von Notre-Dame in die Trierer Basilika – ein Feuerwerk an Ideen und eine höchst beeindruckende Lehrstunde, wie weit man es beim Orgelspielen bringen kann: Zum Trost: nicht jeder sitzt am Spieltisch in Notre-Dame – nur die Besten!

Peter Uhl