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Wolfgang
Oehms
Sein Kirchenmusikstudium machte er an der Musikhochschule in Köln;
1957 erhielt Oehms das Konzertdiplom für Orgel sowie den Förderpreis
der deutschen Musikhochschulen. Nach Abschluss seiner Ausbildung wirkte
er als Kantor an der Stiftskirche in Bonn. Seit 1959 war er Domorganist
an der Hohen Domkirche in Trier und Dozent an der Bischöflichen Kirchenmusikschule
Trier. Von 1969 an hatte Oehms zudem die Stelle des Orgelsachverständigen
für das Bistum Trier inne und nahm von 1959 bis 1964 einen Lehrauftrag
an der Musikhochschule Saarbrücken wahr. Oehms war auch in der Fortbildungsarbeit
für die Kirchenmusiker des Bistums tätig.
Der
erste Höhepunkt des Wirkens von Wolfgang Oehms war die Heilig-Rock-Wallfahrtszeit
1959. Die damalige Orgel im Dom war nur provisorisch von den Kriegsschäden
befreit worden, so dass auf ihr zu spielen nicht eitel Freude war. Das
Hauptwerk befand sich rechts über dem Kapitelschor. Das Teilwerk über
der romanischen Schatzkammer war nicht mehr spielbar. Als zu Beginn
der 60er Jahre der Dom wegen der Renovierung geschlossen wurde, war Oehms
so etwas wie ein Domorganist auf der Reise ohne festen Sitz. Zunächst
waren die Domgottesdienste überwiegend in der Jesuitenkirche und in
der Liebfrauenbasilika, schließlich fast nur in Liebfrauen. Um so
größer war die Freude für Wolfgang Oehms, als er 1974 „seine
Domorgel“ bekam, die er mit der Firma Klais in Bonn eingehend geplant hatte.
Nun hatte der Trierer Domorganist „den schönsten Arbeitsplatz im Bistum
Trier“, wie Oehms zu sagen pflegte.
Ein
Jahr nach der Weihe der Domorgel wurde Oehms auf die Philippinen nach Manila
zur Einweihung der von Klais renovierten Bambusorgel eingeladen. Daran
schlossen sich einige Orgelseminare an, die das Goethe-Institut in Manila
durchführte. Daneben gab Oehms Konzerte in vielen Ländern: in
Paris/Notre Dame, in Israel, Südafrika, in den USA, Japan, Thailand,
Sri Lanka, Singapur und Hongkong.
1988
begann Wolfgang Oehms mit dem Schreiben seiner drei Bücher:
„So
bleibt denn zu wünschen, dass auch im Zeitalter der Computer und Raketen
die Pfeifenorgel, das königliche Instrument, in hohen Ehren gehalten
wird und den Zeremonien der Kirche wunderbaren Glanz verleiht, zudem durch
ihren Zauber die Herzen der Gläubigen anrührt und zum Himmlischen,
zu Gott, erhebt.“
Nikolaus Föhr
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Frühere Trierer Domorganisten
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