Frühere Orgelbauer in der Region - Orgelpunkt Trier: Orgel - und Chor - Musik an Dom und weiteren Trierer Kirchen. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 09.03.2011 19:53:55

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Frühere Orgelbauer in der Region

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Heinrich Voltmann, Klausen


Die Geschichte einer Reihe von Klausener Orgelbauern im 19. Jahrhundert beginnt eigentlich mit dem Bau einer neuen Orgel für die Wallfahrtskirche im Jahre 1852. Eine Vorgängerorgel, im Jahre 1773 von Roman Benedikt Nollet erbaut, kam im Zuge der Säkulisarisation im Jahre 1804 in die Kirche St. Martin in Metz. Wer letztendlich die neue Orgel im Jahre 1852 erbaut hatte, konnte bisher nicht geklärt werden. Der Historiker Dohm (1) schreibt über diese Orgel: „...der Aufbau des neuen Instrumentes wurde von Meinolph Knaup begonnen und von Orgelbauer Heinrich Saltmann beendet.“ Mit Saltmann ist ganz sicher Heinrich Voltmann gemeint, der um 1850 als wandernder Orgelbauer nach Klausen kam, um am Bau dieser Orgel mitzuarbeiten. Wo Voltmann das Orgelbauerhandwerk erlernt hatte ist gänzlich unbekannt. Sein Geburtsort ist Kattenstroth (Amt Reckenberg, 1910 eingemeindet zu Gütersloh), wo er am 1. April 1830 als Sohn des Heinrich Christoph Voltmann und seiner Ehefrau Anna Magarete Meyer to Berenz geboren wurde. Vielleicht hatte er frühe Kontakte zu Breidenfeld, der bis 1838 im nahen Hattingen/Niederwenigern-Biefang gelebt hatte. Mit Sicherheit lernte er aber spätestens in Klausen über den Orgelbauer Meinolph Knaup den zu dieser Zeit marktführenden Breidenfeld kennen. Meinolph Knaup war 1848 „Gehülfe“ bei Breidenfeld und hatte sich danach in Klausen selbständig gemacht. (2) Voltmanns spätere Frau aus Knaups Nachbarhaus ist 1853 im Klausener Kirchenbuch als Patin einer Tochter von Meinolph Knaup erwähnt. Wenige Jahre später verstarb Knaup im Alter von 34 Jahren. (3) Die Klausener Orgel von 1852 ist das erste große Werk von Heinrich Voltmann. Voltmann’s Werkstatt wuchs langsam. Neben Wartungs- und Reparaturarbeiten sind von 1865 bis zum Ende des Jahrhunderts ca. 20 Neubauten, bzw. große Umbauten nachweisbar.

Orgel in Lieser, Foto: W. Friehs

Voltmanns Orgeln wurden ausschließlich als ein- oder zweimanualige Schleifladenorgeln mit mechanischer Spiel- und Registertraktur gebaut. Dispositionen sind den Breidenfeldschen Dispositionen ähnlich, was auf eine Ausbildung innerhalb der Tradition des westfälischen Orgelbaues schließen lässt. Allerdings mit der auffallenden Einschränkung, dass bei Voltmann normalerweise keine Terz, bzw. terzhaltige Mischungen disponiert wurden. Heinrich Voltmann starb am 15. Juli 1909 in Klausen.

Voltmann-Orgel (1893) in Hentern, 2005 restauriert von Mayer, Heusweiler.

Werkliste von Heinrich Voltmann, Klausen (ausschließlich Orgeln in katholischen Kirchen)

1852 Klausen, Vollendung der von Meinolph Knaup begonnenen Orgel, II/22.

1861 Irsch, Arbeiten an der Orgel von Nollet 1763-65, I/13, 1978 Restaurierung durch Oberlinger.

1865 Kröv, Neubau, II/23.

1867 Beilstein, Umbau/Erweiterung der Orgel von B. König, II/17, restauriert 2001 durch Hubert Fasen.

1867 Ürzig, Erweiterung/Neubau, II/21, ERHALTEN

1868 Bad Bertrich, Neubau, I/13, 1975 in Neubau von Oberlinger integriert.

1868 Ernst, Neubau, II/20, ERHALTEN, 1908 Klangumbau durch Anton Turk, 1960 Klangumbau durch Hubert Elsen, 1981 Reinigung durch Oberlinger, 1987 Wiederherstellung des Gehäuses durch Eigenleistung der Gemeinde unter Leitung von Organist W. Basten.

1869 Valwig, Neubau, II/21. ERHALTEN

1870(?) Bernkastel-Kues, Ortsteil Kues, St. Brictius, Umbau der Stumm-Orgel von 1830 (II/18), 1885 erweitert auf II/20, 1957 abgegeben an den Orden der Weißen Väter in Trier und ersetzt durch Neubau von M. Weise/Plattling, III/32.

1870 Wehlen, Neubau, II/18. ERHALTEN

1875 Illingen, Erweiterung der Stumm-Orgel (1849,II/20), 11/24, 1918 Erweiterung durch Dalstein & Haerpfer, Boulay-Bolchen, auf 33 Reg. (Schwellwerk), 1971/73 Neubau durch Führer, Wilhelmshaven, II/27.

1879 Pünderich, Umbau der Orgel von Heinr. und Carl Stumm (1813-1815), 1959 Umbau durch Hubert Elsen. Später Restaurierung Oberlinger

1879 Ulmen, Neubau I/11.

1880 Traben-Trarbach, St. Nikolaus, Neubau, I/11.

1884 Bernkastel, Neubau, II/21 (Vorgängerorgel: Nollet 1745, Gehäuse N. Günster), Kriegsschäden 1945, ersetzt durch Neubau von Klais 1955, III/32, wobei SW von Voltmann erhalten blieb.

1885 Hontheim, Neubau, I/14. ERHALTEN

1890 Lieser, Neubau (zusammen mit A. Turk), II/17, ERHALTEN, Restaurierung 1994 durch J. Weimbs.

1890 Maring, Neubau (zusammen mit A. Turk), II/17. ERHALTEN

1890 Monheim, Neubau.

1893 Hentern, Neubau, I/9, ERHALTEN, 2005 Restaurierung durch Hugo Mayer, Heusweiler.

1893 Minheim, Neubau, I/8. ERHALTEN

1894 Mörsdorf, Neubau, II/19, Kegelladen (Vorgängerorgel: Stumm, 1837/38), in den 1920er oder 30er Jahren Pneumatisierung der Voltmann-Orgel durch Peter Klein, Obersteinebach.

1895 Simmern, St. Josef, Neubau, II/21 (Vorgängerorgel von Gebr. Stumm, 1753).

1897 Moselkern, Neubau, II/14, 1945 zerstört durch Kriegseinwirkung, 1949 Neubau von Sebald/Trier, II/18.

1904 Üdersdorf, Neubau (zusammen mit A. Turk) I/8.

1906 Arzheim, Neubau, II/18

Foto: StillWerkstatt von Voltmann und Turk in Klausen (heute „Café Turk“)

Die Orgelbauer aus dem Wallfahrtsort Klausen

  • Meinolph Knaup 1824-1858
  • Heinrich Voltmann 1830-1909
  • Anton Turk 1868-1940
  • Heinrich Turk 1904-1974

Reinhold Schneck



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