Josef Still spielt auf Trierer Domorgel CD ein
Trier. (mö) Die Reputation der Trierer Domorgel wächst.
Im Rahmen einer Gesamteinspielung von Max Regers Orgelwerk ist sie jetzt schon auf der vierten CD akustisch präsent.
Domorganist Josef Still hat mit Ausnahme der Fantasie über „Straf mich nicht in deinem Zorn“ op. 40, zwei kleinere Kompositionen eingespielt.
Aber gerade bei den unauffälligen Stücken beweisen sich der Rang des Komponisten und das Geschick des Interpreten.
Trotz Titeln wie „Capriccio“ oder „Consolation“ kommen Regers Orgelstücke op. 65 ganz ohne fatale Salon-Anklänge aus.
Und selbst ein Gelegenheitswerk wie die Variationen über „Heil unserm König Heil“ erhebt sich weit über das Niveau.
Josef Still ist dafür der rechte Interpret. Mit einer gelegentlich distanzierten, aber immer feinfühligen Noblesse gibt er den aufbrausenden Fortissimo Maß und Ziel.
Er verfügt zudem über ein sicheres Gespür für die Kombination aus Versenkung und Dramatik, die Regers Orgelwerk so einzigartig macht.
Exzellent!
Max Reger, Orgelwerke Vol. 9, Josef Still an der Klais-Orgel im Trierer Dom. Naxos