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Heinrich Voltmann, Klausen | Orgelbau Claus |
Anton und Heinrich Turk, Klausen
Anton Turk kam um 1900 nach Klausen, vielleicht auch schon nach 1886. In diesem Jahr hatte er seinen Lehrbrief in Sauerbrunn/Steiermark erhalten. Ein weiteres erhaltenes Lehrzeugnis wurde von Michael Rupnik, Orgelbauer in Pistova ausgestellt. Geboren war Anton Turk in Kostreinitz/Untersteiermark am 17. Januar 1868. Sein Vater Michael Turk war Schreiner und Mitglieder der Familie sollen auch im Eisenerzbergbau tätig gewesen sein. (4) Turk wurde Mitarbeiter in Heinrich Voltmanns Klausener Betrieb und heiratete später dessen Tochter Katharina. Um die Jahrhundertwende führten Voltmann und Turk den Betrieb bis zu Voltmanns Tod am 15. Juli 1909 gemeinsam. Anton Turk änderte danach deutlich die Prinzipien seines Schwiegervaters. Er baute ausschließlich pneumatische Systeme und entwickelte dabei auch eigene Membranladen. In den zwanziger Jahren bietet er Umbau und Vergrößern von Orgeln an nach „aller neuestem pneumatischen System Muliplex“. (5)
Sein Sohn Heinrich Turk, geb. 1904, erlente ebenfalls den Beruf des Orgelbauers. Nach dem Tod des Vaters am 12. September 1940 führte Heinrich überwiegend Reparaturen und Wartungen aus. Mit dem Tod Heinrich Turks im Jahre 1974 erlosch die Firma Voltmann-Turk.
Neubauten von Anton Turk, Klausen (ausschließlich Orgeln in katholischen
Kirchen)
Nach dem Tode Anton Turks führte sein 1904 geborener Sohn Heinrich die
Werkstatt noch einige Jahre weiter. Von ihm ist noch die Orgel in
Klüsserath (1949-50, II/27, elektropneumatische Kegelladen) erhalten.
Quellen: Weitere Veröffentlichungen:
Thömmes, M.: Die Orgelbauerfamilien Voltmann und Turk aus Klausen (Kreisjahrbuch Bernkastel-Wittlich 1996) 1996, S. 360 ff. Anton Turk – Lehrbrief
Wir Unterzeichnete, beurkunden hiermit Kraft gegenwärtigen Lehrbriefes,
dass der Anton Turk im Lande Steiermark im Orte Kostreinitz gebürtig,
katholischer Religion im Jahre 1868 den 17ten des Monats Januar zur Erlernung
der Orgelbauer Profession ordnungsmäßig aufgenommen worden ist.
Nachdem sich gedachter Anton Turk während seiner Lehrzeit sittlich,
getreu und fleißig betragen und nach Bestätigung seines Lehrmeisters
Franz Kosak die Profession gut erlernt hat so wurde derselbe unterm 22ten
August 1886 der versammelten Genossenschaft noch mal vorgestellt und ordentlich
freigesprochen. Es wird demnach diesem Anton Turk gegenwärtiger mit
dem beigedrückten Siegel bekräftigter Lehrbrief auf sein Ansuchen
und dem Beisatze übergeben, dass man denselben als einen ordentlich
gelernten Orgelbauergesellen anerkennen und zu einem besten Fortkommen
aller Orten willfährig sein wolle.
Gez. Georg Pleocak Schriftführer
Reinhold Schneck
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