Kloster der Ewigen Anbetung,
Hausorgel von Domkapellmeister Stockhausen, Orgel des Max-Planck-Gymnasiums
1911 erbaut Georg Stahlhuth
aus Aachen ein dem damaligen klanglichen wie technischen Standart gemäßes
kleineres Orgelwerk für das Kloster der Ewigen Anbetung in Trier-Kürenz.
Aufgrund ihrer technischen
Ausstattung hochinteressant ist hier noch die 1912 von der Firma Johannes
Klais als Opus 476 erbaute Salonorgel “Sr. Hochwürden, des Herrn
Domkapellmeister Stockhausen” erwähnt.
Eine weitere kleine, zweimanualige
Orgel mit 10 Registern lieferte Klais 1915 für das Max-Planck-Gymnasium.
Diese pneumatisch gesteuerte Orgel wurde im Krieg von Bombensplittern getroffen,
die den Blasebalg und die Röhrenpneumatik, nicht aber das Pfeifenwerk
beschädigten. 1964 führte zunächst die Lübecker Firma
Kemper Reparaturen
an der Orgel durch, denen 1978 erneut Arbeiten durch die Firma Oberlinger
folgten, diesmal jedoch mit gravierendem Eingriff in die Klangsubstanz.
Die Dispositon wurde dabei im neobarocken Sinn aufgehellt. Im Ersten Weltkrieg
mußten dann wahrscheinlich so wie in ganz Deutschland auch in allen
Trierer Kirchen die Prospektpfeifen abgeliefert werden. Noch während
des Krieges oder kurz danach wurden diese dann oft durch Pfeifen aus minderwertigem
Material ersetzt. So gibt die Priorin, Schw. M. Gabriela, des Klosters
der Ewigen Anbetung im Orgelmeldebogen an, daß die Prospektpfeifen
ihrer Orgel aus leichtem Blech gefertigt und mit Bronze überzogen
seien. Und in einem Beiblatt zum Meldebogen der Liebfrauenkirche steht
zu lesen:
“... Als im Weltkrieg der
Prospekt (gemeint sind hier wohl die Prospektpfeifen) ebenfalls entfernt
worden war, ... , war das Bild der Kirche derart gestört, daß
auch der Prospekt im Jahre 1918 aus nicht ablieferungspflichtigem Material
ergänzt wurde, wobei es bis heute geblieben ist.”
Nach dem Krieg sind zunächst
keine größeren Um- oder auch Neubauten zu verzeichnen. Die meisten
Aufträge der Orgelbaufirmen beschränkten sich wohl wie oben erwähnt
auf das Ersetzen der im Krieg abgelieferten und eingeschmolzenen Prospektpfeifen.
Wolfgang Valerius
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