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St. Irminen ORGEL Sebald (1964) Im Vorgängerbau
der heutigen Kirche stand eine 1747/48 erbaute Orgel
von Roman Benedikt Nollet (1710-1779). Diese wurde später
demontiert und 1792 für 235 Rt verkauft, da die
Kirche baufällig geworden war. Wohin die Orgel
kam, ist nicht bekannt. 1768 bis 1771 wurde der neue
Kirchenbau errichtet. Eine Orgel wurde 1785 eingebaut.
Der Orgelbauer ist leider nicht bekannt. Die Trierer Orgelbaufirma
„H.W. Breidenfeld – Söhne“ baute 1875 in
das barocke Orgelgehäuse eine neue Orgel als ihr
op. 68 ein (Siehe Foto; aufgenommen vor 1944). Da die
Kirche damals von der Kirchengemeinde St. Paulus genutzt
wurde, finden sich Archivalien unter der Einordnung
„St. Paulus“. Das Angebot („Disposition
und Kostenanschlag einer neuen Orgel für die Pfarrkirche
St. Paulus in Trier“) und der Fragebogen (Frgb. 1944)
im Trierer Bistumsarchiv berichten zu dem Instrument: Trier, St. Irminen (Vereinigte
Hospitien Trier) MANUAL C-f‘‘‘ (54 Töne): PEDAL 1 ½ Okt.
C-g° (20 Töne): Zwei Kastenbälge Einige Zitate aus dem
Angebot: Breidenfeld nennt drei
Zeichnungen, die zum Angebot gehören. Diese sind
allerdings in der Akte nicht enthalten. Die Orgel wurde zusammen
mit der Kirche 1944 zerstört. 1962-64 wurde die Kirche
wieder aufgebaut. Im Anschluss daran baute die Trierer
Firma Sebald eine Orgel mit folgender Disposition:
I. Manual
(Positiv/Unterwerk) II.
Manual (Hauptwerk) C - g''' C - g''' Quintadena 8' Principal 8' Rohrflöte 4' Holzgedackt 8' Principal 2' Oktave 4' Terz 1 3/5' Gemshorn 4' Sifflöte 1 1/3' Blockflöte 2' Scharfcymbel 3f. Kornett 2-3f. Oboe 8' Mixtur 4-5f. Tremulant Trompete
(seit 2000) 8' 1 1/3' Pedal C- f’ Subbaß 16' Oktavbaßl 8' Hohlflöte 8' Pommer 4' Hintersatz 3f. Fagott 16' Mechan. Spieltraktur
(Schleifladen), elektr. Registertraktur Zur Baugeschichte von
St. Irminen in Trier Die Kirche des ehemaligen
Benediktinerinnen-Klosters gehört heute zu den
Barockjuwelen Triers, ist aber viel älter. Das
Kloster entstand aufgrund einer Schenkung König
Dagoberts I. (+ 639) an den Trierer Erzbischof Modoaldus
(+ um 639) vermutlich als königliches Eigenkloster.
1127 wurde eine der Muttergottes geweihte Kirche erstmals
schriftlich erwähnt. Von diesem im 11. Jahrhundert
errichteten Bau sind die unteren Teile des Turmes erhalten.
Durch Grabungen wissen wir, daß die ehemals geostete
Kirche im Querhaus eine Breite von 33 m aufwies. Ob
Seitenschiffe im Langhaus vorhanden waren, ist nicht
bekannt. Der Turm wurde über dem südlichen
Querhausarm errichtet. Das Verwirrspiel der
Patronate Die ehemalige Benediktinerinnen-Klosterkirche
war der Muttergottes geweiht, in den ältesten Quelle
wird die Kirche „S. Maria ad horrea“ genannt. Die bekannteste
Äbtissin dieses Klosters hieß Irmina (um
700) und wurde heiliggesprochen. Darauf dürfte
der gebräuchlichere Name St. Irminen zurückzuführen
sein. Nach der Zuweisung der Kirche an die Pfarrei St.
Paulus, deren Kirche auf dem Irminenfreihof 1778 wegen
Baufälligkeit geschlossen und 1790 abgebrochen
wurde, erhielt die Marienkirche, die ja im Volksmund
als Irminenkirche bekannt war, 1803 den Namen Èglise
de Saint-Paul. Der Name „St. Paulus“ für die Irminenkirche
hielt sich bis 1907; in diesem Jahr wurde die neue Pauluskirche
geweiht. Die ehemalige Klosterkirche St. Marien kennt
heute keiner mehr in Trier; dafür ist der Name
St. Irminen vermutlich jedem Trierer geläufig.
Josef Still, Sebastian Schritt (Baugeschichte), Johannes Still (Orgelfoto)
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Trierer Kirchen: St. Irminen
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