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mit Bravour
Hermann-Schroeder-Wettbewerb:
Koreaner siegte
GROSSLITTGEN. (gkl) Zum zweiten
Mal fand in der Abteikirche Himmerod der Orgelwettbewerb um den Hermann-Schroeder-Preis
statt. Sieger wurde der Koreaner Choong-Sik Hong.
13 junge Musiker waren zum
zweiten Orgelwettbewerb um den Hermann-Schroeder-Preis angetreten, um einen
der drei ausgelobten Preise zu erstreiten. Keine leichte Aufgabe für
die fünf Jurymitglieder: als Vorsitzender der Kölner Domorganist
Clemens Ganz, sowie die Professorin des königlichen Konservatoriums
in Lüttich Anne Froidebise, der Luxemburger Kathedralorganist Carlo
Hommel, der Trierer Domorganist Josef Still und als Vertreter des Kultursommers
Rheinland-Pfalz der aus Bad Ems stammende Kirchenmusiker Harald Schmitt.
Nach zwei Durchgängen
kamen der Oberhausener Christian Gerharz, der Hannoveraner Thomas Lennartz
und der aus Seoul in Korea stammende Choong-Sik Hong in die Endausscheidung.
Der 1969 geborene Gerharz setzte sich als erster an den Spieltisch der
großen Klais-Orgel in Himmerod und interpretierte Schroeders Fantasie
in e-moll, Opus 5b und César Francks Choral Nr. 2 in h-moll. Der
hauptamtliche Kirchenmusiker aus Oberhausen zeigte sich besonders bei Francks
Choral als ein geschickter und feinfühliger Interpret. Für sein
Spiel erhielt er den zweiten mit 2500 Mark dotierten Preis.
Thomas Lennartz, Jahrgang
1971, spielte die Marianischen Antiphone von Schroeder und von Charles
Tournemire drei Sätze aus "In assumptione beatae Mariae virginae",
Teil der Gesamtkomposition "L'orgue mystique". Neben einer brillanten Technik
versuchte Lennartz besonders mit den Klangfarben der Orgel zu überzeugen
und gestaltete sein Spiel mit vielen unterschiedlichen Registrierungen
sehr abwechslungsreich. Ihm wurde der dritte Preis (1500 Mark) zuerkannt.
Den ersten Preis, 4000 Mark
sowie vier Konzerte und eine Produktion beim Südwestrundfunk, erhielt
der 1970 geborene Choong-Sik Hong, der sich derzeit auf sein Konzertexamen
an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater vorbereitet. Nach
Schroeders Toccata c-moll, Opus 5a, die er schon mit Bravour vorstellte,
überzeugte er mit Max Regers Choralfantasie über "Wachet auf,
ruft uns die Stimme", Opus 52/2. Bei diesem Werk nutzte er die dynamische
Bandbreite der Orgel und erwies sich dazu als hervorragender Techniker.
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