Aktuelle Pressestimmen 12.09.01
Erster mit Bravour 

Hermann-Schroeder-Wettbewerb: Koreaner siegte 

GROSSLITTGEN. (gkl) Zum zweiten Mal fand in der Abteikirche Himmerod der Orgelwettbewerb um den Hermann-Schroeder-Preis statt. Sieger wurde der Koreaner Choong-Sik Hong. 

13 junge Musiker waren zum zweiten Orgelwettbewerb um den Hermann-Schroeder-Preis angetreten, um einen der drei ausgelobten Preise zu erstreiten. Keine leichte Aufgabe für die fünf Jurymitglieder: als Vorsitzender der Kölner Domorganist Clemens Ganz, sowie die Professorin des königlichen Konservatoriums in Lüttich Anne Froidebise, der Luxemburger Kathedralorganist Carlo Hommel, der Trierer Domorganist Josef Still und als Vertreter des Kultursommers Rheinland-Pfalz der aus Bad Ems stammende Kirchenmusiker Harald Schmitt.

Nach zwei Durchgängen kamen der Oberhausener Christian Gerharz, der Hannoveraner Thomas Lennartz und der aus Seoul in Korea stammende Choong-Sik Hong in die Endausscheidung. Der 1969 geborene Gerharz setzte sich als erster an den Spieltisch der großen Klais-Orgel in Himmerod und interpretierte Schroeders Fantasie in e-moll, Opus 5b und César Francks Choral Nr. 2 in h-moll. Der hauptamtliche Kirchenmusiker aus Oberhausen zeigte sich besonders bei Francks Choral als ein geschickter und feinfühliger Interpret. Für sein Spiel erhielt er den zweiten mit 2500 Mark dotierten Preis.

Thomas Lennartz, Jahrgang 1971, spielte die Marianischen Antiphone von Schroeder und von Charles Tournemire drei Sätze aus "In assumptione beatae Mariae virginae", Teil der Gesamtkomposition "L'orgue mystique". Neben einer brillanten Technik versuchte Lennartz besonders mit den Klangfarben der Orgel zu überzeugen und gestaltete sein Spiel mit vielen unterschiedlichen Registrierungen sehr abwechslungsreich. Ihm wurde der dritte Preis (1500 Mark) zuerkannt.

Den ersten Preis, 4000 Mark sowie vier Konzerte und eine Produktion beim Südwestrundfunk, erhielt der 1970 geborene Choong-Sik Hong, der sich derzeit auf sein Konzertexamen an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater vorbereitet. Nach Schroeders Toccata c-moll, Opus 5a, die er schon mit Bravour vorstellte, überzeugte er mit Max Regers Choralfantasie über "Wachet auf, ruft uns die Stimme", Opus 52/2. Bei diesem Werk nutzte er die dynamische Bandbreite der Orgel und erwies sich dazu als hervorragender Techniker.
 

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