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Die heutige Pfarrkirche wurde anstelle einer kleinen mittelalterlichen Kirche erbaut, die außerhalb der
Stadtmauern lag. Der Bau geht auf einen Entwurf von Chr. W. Schmidt aus dem Jahre 1856 zurück. Im
Zweiten Weltkrig wurde die Kirche bis auf das rechte Seitenschiff und die Apsis zerstört. Ein
vereinfachter Wiederaufbau erfolgte nach den Plänen des Trierer Architekten O. Vogel.
Es handelt sich um eine neugotische dreischiffige Hallenkirche. An der westlichen Langseite schließt
ein gotischer Turm an, ursprünglich quadratisch, 1563 jedoch zum Rechteck erweitert. Der Turm
schließt seither in zwei Spitzhelmen ab.
Eine Traubenmadonna aus dem 15. Jhd. und das Altarbild mit einer Darstellung der Kreuzabnahme aus
dem Jahr 1700 stammen aus der alten Kirche.
Die neue Weimbs-Orgel ist die fünfte in dieser Kirche; für das Jahr 1739 ist die Anschaffung einer
gebrauchten Orgel dokumentiert, die bereits 1777 durch ein zweimanualiges Instrument des Trierer
Orgelbauers Molitor ersetzt wurde. Eine 1866 erbaute Hünd-Orgel wurde bei einem Bombenangriff im
Dezember 1944 zerstört. Bereits 1949 war die Pfarrkirche wieder aufgebaut, eine dreimanualige Orgel
des Windesheimer Orgelbauers Oberlinger ersetzte die Hünd-Orgel. Die Oberlinger-Orgel wurde im
Laufe der Zeit immer reparaturanfälliger, so dass man sich 1996 zur Anschaffung einer neuen Orgel
entschloss.
Das 27 Register grosse zweimanualige Instrument des Hellenthaler Orgelbauers Weimbs hat folgende
Disposition:
Koppeln:
II/I; I/P; II/P Eine Besonderheit
der Saarburger Orgel ist ein Glockenspiel über
zwei Oktaven, das zum Teil von der Saarburger
Glockengießerei Mabilon gegossen wurde. Das
Glockenspiel ist von beiden Manualen und/oder vom
Pedal spielbar. So läuten die
ersten Glocken, die Urbanus Mabilon 1722 in
Saarburg gegossen hat noch im Turm der
Pfarrkiche, die letzten Glocken, die in dieser
Gießerei gefertigt wurden, klingen nun in der
Orgel von St. Laurentius. Literatur:
Edith Hein
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Kirchen in der Umgebung: St. Laurentius / Saarburg
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