Kirchen in der Umgebung: St. Laurentius / Saarburg - Orgelpunkt Trier: Orgel- und Chor Musik an Dom und Konstantin - Basilika. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 31.05.2009 11:04:45

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Kirchen in der Umgebung: St. Laurentius / Saarburg
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St. Laurentius, Saarburg
 
ORGEL: 
Orgelbau Weimbs,
Hellenthal/Eifel 2004

Die heutige Pfarrkirche wurde anstelle einer kleinen mittelalterlichen Kirche erbaut, die außerhalb der Stadtmauern lag. Der Bau geht auf einen Entwurf von Chr. W. Schmidt aus dem Jahre 1856 zurück. Im Zweiten Weltkrig wurde die Kirche bis auf das rechte Seitenschiff und die Apsis zerstört. Ein vereinfachter Wiederaufbau erfolgte nach den Plänen des Trierer Architekten O. Vogel.

Es handelt sich um eine neugotische dreischiffige Hallenkirche. An der westlichen Langseite schließt ein gotischer Turm an, ursprünglich quadratisch, 1563 jedoch zum Rechteck erweitert. Der Turm schließt seither in zwei Spitzhelmen ab.

Eine Traubenmadonna aus dem 15. Jhd. und das Altarbild mit einer Darstellung der Kreuzabnahme aus dem Jahr 1700 stammen aus der alten Kirche.

Die neue Weimbs-Orgel ist die fünfte in dieser Kirche; für das Jahr 1739 ist die Anschaffung einer gebrauchten Orgel dokumentiert, die bereits 1777 durch ein zweimanualiges Instrument des Trierer Orgelbauers Molitor ersetzt wurde. Eine 1866 erbaute Hünd-Orgel wurde bei einem Bombenangriff im Dezember 1944 zerstört. Bereits 1949 war die Pfarrkirche wieder aufgebaut, eine dreimanualige Orgel des Windesheimer Orgelbauers Oberlinger ersetzte die Hünd-Orgel. Die Oberlinger-Orgel wurde im Laufe der Zeit immer reparaturanfälliger, so dass man sich 1996 zur Anschaffung einer neuen Orgel entschloss. Das 27 Register grosse zweimanualige Instrument des Hellenthaler Orgelbauers Weimbs hat folgende Disposition:

Disposition
I. Hauptwerk     II. Schwellwerk  
Bourdon 16'   Diapason 8'
Principal 8'   Flûte ouverte 8'
Hohlflaut 8'   Salicional 8'
Viola da Gamba 8'   Voix céleste ab c0 8'
Oktave 4'   Flûte traversière 4'
Flaut 4'   Nazard 2 2/3'
Quinte 2 2/3'   Flageolet 2'
Superoktave 2'   Tierce 1 3/5'
Cornet III ab f0 2 2/3'   Fourniture IV 2'
Mixtur IV 1 1/3'   Basson 16'
Trompete 8'   Basson/Hautbois 8'
Tremulant     Trompette Harmonique 8'
      Tremulant  
Pedal        
Subbass 16'      
Oktave 8'      
Bombarde 16'      
Posaune 8'      
         
           

Koppeln: II/I; I/P; II/P 
Manualumfang C - g''', Pedalumfang C - f' 
Schleifladen 
mechanische Trakturen
Stimmung: 440 Hertz bei + 18 Grad Celsius 

Eine Besonderheit der Saarburger Orgel ist ein Glockenspiel über zwei Oktaven, das zum Teil von der Saarburger Glockengießerei Mabilon gegossen wurde. Das Glockenspiel ist von beiden Manualen und/oder vom Pedal spielbar.

So läuten die ersten Glocken, die Urbanus Mabilon 1722 in Saarburg gegossen hat noch im Turm der Pfarrkiche, die letzten Glocken, die in dieser Gießerei gefertigt wurden, klingen nun in der Orgel von St. Laurentius.

Literatur:
Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Rheinland-Pfalz und Saarland, Deutscher Kunstverlag, München 1984.
Festschrift zur Orgelweihe am 19. September 2004, Kath. Pfarramt St. Laurentius, Kunohof 25, 54439 Saarburg.

Edith Hein



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