Kirchen in der Umgebung: St. Marien / Rachtig - Orgelpunkt Trier: Orgel- und Chor Musik an Dom und Konstantin - Basilika. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 31.05.2009 11:04:45

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Kirchen in der Umgebung: St. Marien / Rachtig
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St. Marien, Rachtig
 

ORGEL: 
Orgelbau Weimbs
Hellenthal/Eifel 2005
Foto: Gerhard Kluth

Der Neubau der Kirche im Dorf wurde im Frühjahr 1720 begonnen; am l. April 1723 erfolgte die Grundsteinlegung und bis Weihnachten 1725 war die Kirche fertiggestellt. Am 11. November 1736 fand die Weihe statt. Bei dieser Kirche handelte es sich um einen relativ kleinen Saalbau mit einem Westturm und einem einjochigen, dreiseitig geschlossenen Chor. Bereits 1770 musste das Langhausgewölbe aus baustatischen Gründen durch eine Holzdecke ersetzt werden. Zu Anfang des Jahrhunderts war die barocke Kirche so baufällig, daß die Benutzung polizeilich untersagt wurde. 1903 wurden Chor und Schiff abgerissen. 

Unter Beibehaltung des barocken Westturmes errichtete man 1906 nach den Bauplänen des Trierer Dombaumeisters Julius Wirz eine neue Kirche im neuromanischen Stil aus Schieferbruchstein, im Reichtum der Materialien und Formen einen charakteristischen Bau des Späthistorismus. Das Mittelschiff zeigt ein Kreuzrippengewölbe über polierten Granitsäulen, in den Seitenschiffen Quertonnen mit aufgelegten Rippen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 26.08.1906. Weil die Arbeiten zügig vorangingen konnte bereits zum Patronatsfest am 8. Dezember 1907 die erste Messe gefeiert werden. 

Ein großer Teil der Ausstattung aus der Vorgängerkirche (1725) wurde übernommen, so die hölzerne Westempore mit dem Orgelgehäuse von 1739, die Kommunionbank, die Kanzel und die Heiligenfiguren. Der barocke Altar wurde im Jahre 1913 nach Afden-Herzogenrath verkauft. Der heutige neugotische Hochaltar zeigt vier Bilder: Geburt Jesu, Hochzeit zu Kana, Abendmal und Auferstehung Jesu. Wenn der Altar geschlossen ist, wird das Bildnis der Verkündigung des Engels bei Maria sichtbar. Das Bild entstand im Jahre 1944 durch den Freiburger Maler Frank, der auch das Bild der "Mutter vom Moseltal" gemalt hatte, das 1995 renoviert und wieder an seinem früheren Platz auf der linken Seite des Chores angebracht wurde. Die erste Kirche wurde von Deutschordenspriester Johann Peter Glesius erbaut und prächtig ausgestattet. Sie trug alle Merkmale als Deutschordenskirche mit den drei Hauptpatronen des Deutschen Ordens: der Gottesmutter Maria, dem Hl. Georg und der Hl. Elisabeth. Die lebensgroßen Figuren wurden auch in die neue Kirche übernommen. Von dem schönen Barockhochaltar erinnert nur noch das Wappenbild des Deutschen Ordens über dem Eingang der Sakristei, welch kunstvoller Altar einst hier stand.

Die zweimanualige Orgel ist Opus 296 des Hellenthaler Orgelbauers Weimbs und hat folgende Disposition:


Disposition
II. Hauptwerk C-g³      I. Rückpositiv C-g³  
Bordun 16'   Hollpfeif 8'
Principal 8'   Flaut travers ab c’ 8'
Hollpfeif 8'   Praestant 4'
Viola da Gamba 8'   Flaut 4'
Octav 4'   Octav 2'
Flaut 4'   Quint 1 1/3'
Quint 3'   Tintinabulum 2f ab c’  
Superoctav 2'   Mixtur 3f 1'
Terz 1 3/5'   Cromhorn 8'
Cornet 3f   Disc. ab c’   Tremolant
Mixtur 4f 1'      
Trompet 8'      
Claron Baß
 4'
     
         
      Pedal C-f'  
Koppeln     Subbaß 16
I/II; I/P; II/P     Octavbaß  8'
Nebezug     Gedacktbaß  8'
Nachtigall     Bombart 16'
      Trompet 8'

Gehäuse und Prospektpfeifen von Balthasar König 1739
Opus 296
Anno 2005



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