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Orgelpunkt durchsuchen:
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10. - 12. September 2003
In Zusammenarbeit von Hoher Domkirche und Konstantin-Basilika findet 2003 erstmals das Trierer Orgelfestival PRINCIPAL statt. In diesem Rahmen werden
zwei Konzertorganisten und eine Konzertorganistin von Weltrang in einer der großen
Trierer Kirchen ein Orgelkonzert spielen. Die vollständigen Programme finden Sie nachstehend:
Freitag, 12. September 2003, 20.00 Uhr Basilika St. Paulin 1. Orgelkonzert mit EWALD KOOIMAN (Amsterdam) Johann Sebastian Bach 1685 - 1750 Fantasie und Fuge c-Moll BWV 537 Kommst du nun, Jesu, vom Himmel
herunter BWV 650 Jan Albert van Eijken 1823 - 1868 Sonate Nr.2 d-Moll op.15 I Allegro con brio e con fuoco II Adagio III Allegro con brio Samuel de Lange junior 1840 - 1911 Praeludium und Fuge f-Moll op.10 Johann Sebastian Bach Wer nur den lieben Gott läßt
walten BWV 647 Praeludium, Largo und Fuge C-Dur BWV 545a geboren 1938, studierte Orgel in
Amsterdam und Paris und ist außerdem habilitierter Romanist. Neben zahlreichen
Rundfunk- und Fernsehauftritten ist er weltweit als Konzertorganist tätig. Seine
Schallplatten- und CD-Einspielungen umfassen u.a. zweimal das gesamte Orgelwerk
Bachs auf historischen Orgeln. Er ist Professor für Orgelkunst an der Freien
Universität Amsterdam; an der Internationalen Sommerakademie in Haarlem
unterrichtet er die Interpretation der Orgelwerke Bachs. Ewald Kooiman war
Gastprofessor an Universitäten in mehreren Ländern Europas, in Südafrika und
Korea. Als Herausgeber hat er mehr als 50 Bände Orgelmusik aus dem 17., 18. und
19. Jahrhundert veröffentlicht. Auch hat er viele Veröffentlichungen zu Fragen
der Interpretation publiziert. St. Paulin
Die Orgel von St. Paulin wurde
1756 von dem Trierer Orgelbauer Romanus Benedikt Nollet fertiggestellt. Der
reiche Orgelprospekt entstand nach Angaben Balthasar Neumanns in der Werkstatt
von Johannes Seitz. 1858 wurde das Orgelwerk von Wilhelm Breidenfeld, Trier
erneuert. Das vorhandene Gehäuse blieb
erhalten. Die Bonner Orgelbaufirma Klais nahm 1934 erhebliche Umbauten vor. So
wurde ein Schwellwerk eingebaut und die Orgel weitgehend elektrifiziert. 1991
wurde die Orgel von Klais restauriert. I. und II. Manual haben mechanische
Schleifladen, das Schwellwerk elektrische Kegelladen. Samstag, 13. September 2003, 20.00 Uhr Trierer Dom 2. Orgelkonzert mit DAME GILLIAN WEIR (London) Michelangelo Rossi 1600?-1660? Toccata Settima Recueil d'Attaignant 16. Jahrhundert Sechs Tänze Paul Hindemith 1895-1964 Sonate Nr.1 I Mäßig schnell II Sehr langsam III Phantasie IV Ruhig bewegt Healey Willan 1880-1968 Introduktion, Passacaglia und Fuge Franz Liszt 1811-1886 Der Heilige Franz von Paula, über
die Wogen schreitend (Transkription für Orgel von
Lionel Rogg) Calvin Hampton 1938-1984 - The Primitives - At the Ballet - Everyone Dance (aus "Fünf Tänze für Orgel") Guy Bovet * 1942 Hamburger Totentanz ist international als
Konzertorganistin tätig. In unzähligen Auftritten als Solistin oder mit weltweit
führenden Orchestern und Dirigenten, bei Festivals und Fernsehauftritten bringt
sie ein außerordentlich vielfältiges Repertoire zur Aufführung, das von der
Renaissance bis zur Moderne reicht und die Gesamtwerke von Bach, Messiaen und
anderen einschließt. Neben ihrem musikwissenschaftlichen und pädagogischen
Wirken wird Dame Gillian Weir regelmäßig als Jury-Mitglied internationaler
Wettbewerbe eingeladen. Anfang 1996 wurde sie von Königin Elizabeth II. in den
Ritterstand erhoben und zur "Dame Commander of the Order of the British Empire"
ernannt. Hohe Domkirche
Natürlicher Verschleiß, vor allem aber die Auswirkungen des
2. Weltkrieges machten die Domorgel von 1908 im Laufe der Jahrzehnte nahezu
unbrauchbar. Nach langjährigen umfangreichen Sanierungs- und
Restaurationsarbeiten im Dom konnte schließlich im Jahre 1970 die Planung einer
neuen Orgel begonnen werden. Die Entscheidung fiel nach allseitigen Erwägungen
und akustischen Versuchen zugunsten einer "Schwalbennestorgel", und zwar an der
Stelle, wo bis 1837 die frühreren Domorgeln ihren Platz hatten. Die Orgel selbst
ist ein Instrument der Bonner Orgelbauwerkstatt Johannes Klais, die sie nach den
Prinzipien des klassischen Orgelbaus konstruiert hat. Die verschiedenen
Rundtürme im Prospekt kennzeichnen die vier übereinanderliegenden Teilwerke:
Rückpositiv, Brust-, Schwell- und Hauptwerk in der Mitte, rechts und links
flankiert von den mächtigen Seitentürmen des Pedalwerkes. Der Spieltisch mit
vier Klaviaturen und den für 67 Register, zehn Koppeln, vier Tremulanten und
weiteren technischen Einrichtungen notwendigen Zügen befindet sich sozusagen
mitten in der Orgel, deren Weihe am 1. Mai 1974 erfolgte. Sonntag, 14. September 2003, 20.00 Uhr Konstantin-Basilika 3. Orgelkonzert mit JEAN GUILLOU (Paris) Johann Sebastian Bach 1685 - 1750 Konzert C-Dur (nach A. Vivaldi) BWV 594 I ohne Satzbezeichnung II Recitativo (Adagio) III Allegro Wolfgang Amadé Mozart 1756 - 1791 Fantasie f-Moll KV 608 Jean Guillou * 1930 Eloge op.52 Franz Liszt 1811 - 1886 Prometheus - Symphonische Dichtung - (Transkription für Orgel von Jean
Guillou) Jean Guillou Improvisation über gegebene Themen Jean Guillou, seit 1963
Titularorganist an St. Eustache zu Paris, ist bekannt für seine Tätigkeit als
Konzertorganist, Lehrer, Komponist und Orgelbaufachmann. Seine
Organistenkarriere wurde durch die American Guild of Organists gekrönt, die ihm
anläßlich eines Konzertes in der Riverside Church, New York, den Titel "Performer
of the year" verlieh. Für seine Schallplattenaufnahmen erhielt er zahlreiche
internationale Auszeichnungen. Seit 1970 ist Jean Guillou Professor der Züricher
Meisterkurse, wo er hervorragende Organisten aus aller Welt in der
Improvisationskunst unterrichtet. Sein reiches kompositorisches Schaffen umfaßt
Orgel- und Orchesterwerke. Guillous Buch "Die Orgel – Erinnerung und Vision",
das sich der Geschichte dieses Instrumentes von den Anfängen bis zu unseren
Tagen widmet, enthält auch seine interpretatorischen Ansichten und die
Auffassung vom modernen Orgelbau, die er als Organist und Komponist vertritt. Konstantin-Basilika
Aus dem Jahr 1856, in dem die
Palastaula Kaiser Konstantins der Ev. Kirchengemeinde Trier durch den
Preußenkönig Wilhelm IV. als Gotteshaus zur ewigen Nutzung übergeben wurde,
stammt auch die erste Orgel, die – erbaut von den Gebrüdern Uebach aus Barmen
(später Klavierfabrik Ibach) – auf einer dem Altarraum gegenüberliegenden Empore
stand. Sie wurde am 28. September 1856 mit der Basilika in Anwesenheit des
Preußenkönigs und seiner Gattin eingeweiht. Dieses Werk hatte 40 Register auf
drei Manualen und Pedal, und in seinen beiden halbrunden Pedaltürmen standen
dreißig Pfeifen des Prinzipalbaß 32´. Das Gehäuse maß 15,10 m in der Höhe, 10,60
in der Breite und 5 m in der Tiefe. Im Jahre 1913 wurde die
Basilika-Orgel durch die Firma Friedrich Weigle (Echterdingen bei Stuttgart)
umgebaut und auf 50 Register erweitert. Das Instrument hatte eine rein
pneumatische Traktur und Membranenladen. Dem Zweiten Weltkrieg fielen
sowohl die Orgel als auch die Inneneinrichtung der Basilika zum Opfer. Nach dem
Wiederaufbau erhielt der Raum, auch "Ev. Kirche zum Erlöser" genannt, im Jahre 1962
eine neue Orgel (II/30) mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur,
erbaut von der Berliner Orgelbauanstalt Prof. Karl Schuke. Dem asketischen
Restaurationsverständnis dieser Zeit entsprach der Standort der neuen Orgel, die
in den vorderen Fensterbogen der Ostwand hineingebaut wurde. Der Prospekt
verdeutlicht den klaren Werkaufbau: Das Oberwerk ist über dem Hauptwerk
angeordnet, die 16´-Prinzipale des Pedals rahmen diese Mitte ein, deren einziges
in den Raum hineinragendes Element die Spanischen Trompeten 8´ und 4´ bilden. Konzerte:
Kostenbeitrag:
Kontakt:
Martin.Bambauer@t-online.de, Josef.Still@t-online.de
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In Zusammenarbeit mit den MOSELFESTWOCHEN
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PRINCIPAL - Das Trierer Orgelfestival
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