Sankt Paulin
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ORGEL
1753 erbaut durch Romanus
Nollet mit prunkvollem Gehäuse nach Balthasar Neumann
1858 Neubau im vorhandenen
Gehäuse durch Wilhelm Breidenfeld, Trier
1934 Umbau durch Johannes
Klais, Bonn 1991 Restaurierung durch Johannes Klais, Bonn |
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Vor den Toren des römischen
Trier am Rand eines antiken Gräberfeldes liegt die Basilika St. Paulin.
Der erste Bau an dieser Stelle wird die von Bischof Felix (386-398) über
den Gebeinen des 358 in der Verbannung in Phrygien verstorbenen Bischof
Paulinus errichtete Basilika sein. Nach mehreren Zerstörungen im Laufe
des 5. Jahrhunderts wurde ab ca. 480 der Wiederaufbau in Angriff genommen.
Die Ursprünge des Stifts sind nicht genau datierbar, die erste belegte
Stiftung ist auf Anfang des 8. Jahrhunderts datiert. 1093 zersörte
ein Brand den antiken Bau.
Unter Erzbischof Bruno (1102-1124)
wurde mit dem Neubau einer dreischiffigen Basilika begonnen. Die Weihe
der Kirche erfolgte 1148. Der kreuzgewölbte Bau verfügte über
niedrige Querhäuser, eine mächtige Doppelturmfassade, flankiert
von Treppentürmen erinnert an die Westfassade des Doms. 1673 besetzten
die Franzosen Trier. Aus militärischen Gründen wurden 1674 sowohl
die Stiftsgebäude wie auch die romanische Kirche gesprengt.
1730 begann man mit einem
barocken Neubau. Die Entwürfe zu der einschiffigen Barockkirche stammen
wahrscheinlich von Christian Kretschmar. Die Ausstattung erfolgte nach
Entwürfen von Balthasar Neumann. 1757 wurde die Kirche geweiht. 1794
besetzten französische Revolutionstruppen Trier. Der Stift wurde 1802
aufgelöst, das Stiftsvermögen enteignet. 1804 kam es zur teilweisen
Rückgabe des Stiftsvermögens, St. Paulin wurde Pfarrkirche.
Im 20. Jahrhundert sind umfassende
Wiederherstellungesmaßnahmen nötig geworden. 1930/31 wurde der
Innenraum, 1979-1982 das Äußere der Kirche renoviert.
Der eher strengen Außengliederung
der Basilika steht ein reich ausgestatteter Innenraum gegenüber. Die
Wände sind durch pfeilerartige Mauerverstärkungen gegliedert,
die Fenster in Nischen zurückversetzt. Der Übergang von der Wand
zu den Gewölben ist mit reichen Stukkaturen besetzt. Bei dem Gewölbe
handelt es sich um eine halbkreisförmige Tonne mit Stichkappen. Der
schmälere und niedrigere Chorraum ist durch Chorschranken und Chorgitter
vom übrigen Kirchenraum abgetrennt.
Die Ausstattung St. Paulins
stammt geschlossen aus der Zeit ihrer Entstehung. Prächtige Deckengemälde
von Christoph Thomas Scheffler zeigen die Geschichte des Hl. Paulinus und
die der Trierer Märtyrer. Das Chorgestühl, wie auch weitere Ausstattungsgegenstände
stammen aus der Werkstatt des Trierer Bildhauers Ferdinand Tietz. Der Hochaltar
wurde ebenfalls von Tietz nach den Entwürfen Neumanns ausgeführt.
Orgel
Die Orgel von St. Paulin
wurde 1756 von dem Trierer Orgelbauer Romanus Benedikt Nollet fertiggestellt.
Der reiche Orgelprospekt entstand nach Angaben Balthasar Neumanns in der
Werkstatt von Johannes Seitz. 1858 wurde das Orgelwerk von Wilhelm Breidenfeld,
Trier erneuert. Das vorhandene Gehäuse blieb erhalten. Die Bonner
Orgelbaufirma Klais nahm 1934 erhebliche Umbauten vor. So wurde ein Schwellwerk
eingebaut und die Orgel weitgehend elektrifiziert. 1991 wurde die Orgel
von Klais restauriert. I. und II. Manual haben mechanische Schleifladen,
das Schwellwerk elektrische Kegelladen.
Echo
(I)
C-f3
(mechanische Schleiflade
1858)
Hohlflöte 8'
Unda maris 8' ab c0
Principal 4'
Gemshorn 4'
Nasard 2 2/3'
Octave 2'
Terz 1 3/5'
Mixtur 3-4-fach 1'
Krummhorn 8'
Vox humana 8'
Tremulant
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Hauptwerk(II)
C-f3
(mechanische Schleiflade
1858)
Bordun 16'
Principal 8'
Salicional 8'
Viola di gamba 8'
Rohrflöte 8'
Octave 4'
Waldflöte 4'
Flaut doux 4'
Quinte 2 2/3'
Superoktave 2'
Mixtur 3-5-f. 11/3'
Trompete 8'
Clairon 4'
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Schwellwerk
(III)
C-f4
(elektrische Kegellade 1934)
Lieblich Gedackt 16'
Geigenprincipal 8'
Bordunalflöte 8'
Aeoline 8'
Vox coelestis
8' ab c0
Octave 4'
Waldflöte 2'
Progressio
3-4-fach 2 2/3'
Tromp. harm. 8'
Tremulant
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Pedal
C-f1
(mechanische Schleiflade
1991)
Principal 16'
Subbaß 16'
Quintbaß 10 2/3'
Octavbaß 8'
Gedackt 8'
Tenoroctave 4'
Rauschpfeife 4-fach 2 2/3'
Bombarde 16'
Posaune 8'
Clairon 4'
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Manualkoppeln Echo-HW, SW-HW,
SW-Echo.
ausgebaute Superkoppel SW-HW,
SW-SW (elektrisch)
Pedalkoppeln Echo-P, HW-P
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