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Orgeltranskriptionen
Mit einer großen Orgel verfügt der Organist über die Klangmöglichkeiten eines Orchesters. Es gibt daher eine lange Tradition der Übertragung von Orchesterwerken auf die Orgel.
Auf dieser Seite stellen wir exemplarisch einige populäre Orgeltranskriptionen vor.
Die Orgeltranskription "Tänze aus Galanta" von Domorganist Josef Still liegt als kostenloses MP3-File vor und kann in einer gezippten Version von unserer Seite heruntergeladen werden.
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Tänze aus Galanta
»Galánta ist ein kleiner ungarischer Marktflecken an der alten
Bahnstrecke Wien –
Budapest«, so hat es Zoltán Kodály selbst beschrieben. Der Ort gehört heute zur
Slowakei.
Kodály wurde 1882 geboren und stammte aus einer Familie, in
der die
Musik eine wichtige Rolle spielte. Oft lauschte er stundenlang seiner
Mutter beim
Klavierspiel. Sein Vater war ein Angestellter der Staatsbahn, und
deswegen musste
die Familie oft umziehen. So kamen sie auch in das Dorf Galánta, in dem
Kodály
sieben Jahre seiner Kindheit verbrachte. Damals gab es in Galánta eine
berühmte
Zigeunerkapelle, deren Musik Kodály besonders liebte. Er hörte ihr so
gerne und so
oft zu, dass er sich die Melodien und Rhythmen, die sie spielten und zu
denen sie
tanzten, sehr genau einprägte.
1933, fast 45 Jahre später, lebte Kodály schon lange nicht mehr in
Galánta.
Mittlerweile war er ein bekannter Professor für Komposition an der
Hochschule für
Musik in Budapest. Trotzdem hatte er seine musikalischen Wurzeln nicht
vergessen:
Er komponierte die Tänze aus Galánta.
Die Orgeltranskription erfreut sich in Konzerten großer Beliebtheit beim
Publikum. Sie erschien 1998 auf der Doppel-CD „Orgeln der Stadt Trier“,
die heute leider vergriffen und nur noch antiquarisch bzw.
neu bei ebay erhältlich ist.
Zoltán Kodály, 1882-1967
Tänze aus Galanta (als MP3 abspielen)
Arrangiert für Orgel und gespielt von Josef Still
1998 aufgenommen an der Hauptorgel des Trierer Doms
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Die vier Jahreszeiten
Die von Detlef Steffenhagen angefertigte Transkription (Übertragung) von Vivaldis "Vier Jahreszeiten" ist wahrscheinlich die erste und bislang einzige vollständige Orgelfassung dieses berühmten Werkes.
Dies ist um so erstaunlicher, da Übertragungen, insbesondere von Violinkonzerten auf die Orgel, eine lange Tradition haben.
Kein geringerer als Johann Sebastian Bach (1685-1750) fertigte wahrscheinlich um 1714 in Weimar zahlreiche Orgel- und Cembalobearbeitungen von Vivaldi´schen Concerti an.
Bach befand sich in einer Art kreativem Wettstreit mit Johann Gottfried Walther (1690-1758), in dem es darum ging, die neuesten "Concerti in italienischer Manier" auf die Orgel zu übertragen.
Man kann davon ausgehen, daß ein Musiker wie Bach, welcher sich stets für die Musik seiner Zeitgenossen interessierte, zeitlebens Instrumentalwerke für die Orgel umgesetzt hat, ohne dabei jede Transkription aufzuschreiben.
Eine Orgelbearbeitung der Vier Jahreszeiten war insofern längst überfallig, als sich die Orgel mit ihrem riesigen Tonumfang (größer als ein Sinfonieorchester) und ihren Millionen Möglichkeiten von Klangfarben geradezu ideal dafür eignet.
Die von Vivaldi in seinen Gedichten geschilderten Naturszenen, sowie die von ihm in das Werk hinein komponierten Effekte werden auf der Orgel deutlicher als mit einem Streichorchester.
Man denke nur an den Vogelgesang und die Dudelsackweisen im "Frühling", an Blitz und Donner im "Sommer", an die Jagdhörner im "Herbst" und die Regentropfen und das klirrende Eis im "Winter".
So wurde in der Transkription ein barockes Werk, im Stile von klassisch- romantischen Naturschilderungen, wie man sie von Beethoven und Liszt kennt, für die Orgel neu "instrumentiert".
So mögen manchem Vivaldi-Liebhaber diese Vier Jahreszeiten fremd, vielleicht aber auch in ganz neuem Lichte erscheinen.
Detlef Steffenhagen, www.www.detlef-steffenhagen.de
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Bilder einer Ausstellung
Der Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ – Erinnerungen an Viktor Hartmann ist eine Komposition von Modest Mussorgski aus dem Jahr 1874, die als ein Musterbeispiel für Programmmusik gesehen werden kann. Die einzelnen Sätze beschreiben Gemälde und Zeichnungen seines im Jahr zuvor gestorbenen Freundes Viktor Hartmann, die Mussorgski auf einer Gedächtnisausstellung gesehen hatte.
Das Werk, im Charakter ein russisches Volkslied, wurde von Mussorgski für Klavier konzipiert, doch regte der Reichtum der Klangfarben des Zyklus schon früh andere Komponisten an, das Werk für Orchester - und auch für Orgel - zu bearbeiten. Die bekannteste Bearbeitung ist die von Maurice Ravel, die die Popularität des Originals mindestens erreicht, wenn nicht sogar übersteigt.
Orgelfassungen wurden u.a. interpretiert von Wolfgang Kaunzinger, Carsten Wiebusch, Jean Guillou oder Ernst Erich Stender.
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Orgeltranskriptionen von David Brigss
Werke von Wagner, Bach, Elgar, Haydn und Grieg hat David Briggs auf seiner CD "Organ Transcriptions" in Gloucester eingespielt. Ebenfalls aufgenommen auf der Gloucester Cathedral Orgel ist eine Transkription von David Briggs der 5. Sinfonie von Gustav Mahler.
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Weitere Orgeltranskriptionen
Alessandro Valoriani spielt Werke von Bach, Brahms, Scarlatti, u.a:
Lionel Rogg spielt die 8. Sinfonie von Anton Bruckner:
Nicolas Kynaston spielt Werke von Franz Liszt:
Martin Schmeding spielt die Goldberg-Variationen:
Martin Schmeding spielt Werke von Edvard Grieg:
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Orgeltranskriptionen, die Orgelpunktleser empfohlen oder gekauft haben
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Trierer Orgelpunkt