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Sicherung von Orgeln bei Bau- und Malerarbeiten
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Richtlinien des Bistums Trier zur Sicherung von Orgeln bei Bau- und Malerarbeiten
Die verschiedenen Traktursysteme bei Orgeln sind komplizierte und
empfindliche Mechanismen, die gewissenhafter Schutzmaßnahmen bei Bau- und
Malerarbeiten bedürfen. Wasser, Feuchtigkeit und Baustaub sind gefährliche
Feinde, vor allem, wenn pneumatische oder elektropneumatische Trakturen
vorhanden sind. Bei diesen Systemen sind Schaltelemente aus dünnem Spaltleder,
sowie feinste Silberkontakte für Ton- und Registersteuerung verantwortlich.
Historische wie moderne Orgelmechaniken, etwa bei Schleifladenorgeln, laufen
in Trockenlagern ohne Schmierung und sind deshalb ebenfalls durch Baustaub sehr
gefährdet..
Folgendes ist anzumerken:
- Die Sicherung (auch das Auspacken!) muss eine Orgelbaufirma vornehmen.
- Bei einfachen Bau- und Malerarbeiten ist zu empfehlen, die Orgel
vollkommen einzupacken. Die Pfeifen (außer Zungenregister) können auf der
Windlade stehenbleiben. Ist kein geschlossenes Obergehäuse vorhanden, so ist
das Werk über ein einzubauendes Schutzdach nach oben zu sichern. Abdecken der
gesamten Orgel mit Wellpappe und Folie 20 my. Sämtliche Stoßkanten der Bahnen
sind mit PVC-Band zu verkleben, die Wandanschlüsse mittels Nagelleisten
herzustellen. Bei Gerüstaufbau Prospektpfeifen sichern.
- Wenn es möglich ist, das Orgelgehäuse bis auf Windladenniveau abzubauen,
kann es sinnvoll sein, das Pfeifenwerk auszulagern. Die verbleibenden
Orgelteile werden - wie oben beschrieben - eingepackt.
- Sollen in einer Kirche über einen längeren Zeitraum der Boden aufgegraben
oder die Fenster entfernt werden, so dass die Feuchtigkeit über das Normalmaß
auf die Orgel einwirken kann, oder ist vorgesehen, in der Kirche mit Wasser-,
Sand- oder Dampfstrahlgebläse zu arbeiten, sind folgende Maßnahmen vorzusehen:
Abbau der gesamten Orgel und Auslagerung in einem klimatisch ähnlichen Raum
oder: Einbau eines kompletten Schutzgehäuses um das Orgelwerk, bestehend aus
einem Tragegerüst aus Holzbalken, auf welchen dann V100 Verlegeplatten,
mindestens 22 mm stark, montiert werden. Die Pfeifen können auf den Windladen
stehenbleiben. Auf den Platten wird Packpapier 5-lagig aufgebracht, darüber
wird Nylonfolie 20 my gepackt. Eine weitere Schicht aus 3-lagiger Wellpappe
wird wiederum mit Folie 20 my abgedeckt. Sämtliche Stoßkanten der Bahnen sind
mit PVC-Band zu verkleben, die Wandanschlüsse mittels Nagelleisten
herzustellen. Die sorgfältige Verpackung einer historischen Orgel ist meist
schonender als der komplette Abbau.
Josef Still
Domorganist, Orgelsachverständiger des Bistums Trier
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ORGELHISTORISCHES IM TRIERER RAUM
Trierer Orgeln 1900 - 1945:
Dom, St. Gangolf, St. Antonius und Treviris |
Liebfrauenkirche |
Kloster der Ewigen Anbetung, Hausorgel von Domkapellmeister Stockhausen, Orgel des Max-Planck-Gymnasiums |
St. Paulus, Heiligkreuz |
Kirche der Barmherzigen Brüder, Kirche der Weissen Väter, St. Helena (Euren) und Herz Jesu |
St. Martin, St. Bonifatius (Kürenz) und St. Paulin |
Pfalzel, Ruwer und Zewen |
Trierer Domorganisten und -kapellmeister:
Peter Joseph Pletz |
Joseph Torner |
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Michael Hermesdorff |
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Jodocus Kehrer |
Ludwig Boslet |
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Dr. Paul Schuh |
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Wolfgang Oehms |
Klaus Fischbach |
Josef Still |
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Geschichte der Domorgeln:
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Frühere Orgelbauer:
Wilhelm Breidenfeld | Nikolaus
Franzen | Eduard Sebald | Gebrüder
Stumm | Orgelbauanstalt Mamert Hock | Anton und Heinrich Turk, Klausen |
Heinrich Voltmann, Klausen | Orgelbau Claus |
Historische Orgelnachrichten:
Frühe Orgelnachrichten aus Kurtrier | Neue Erkenntnisse zur Orgelgeschichte des Bistums Trier | Einweihung der Bambusorgel von Las Pinas durch W. Oehms | Niederländische Orgelbaumeister am Trierer Dom |
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