Frühere Trierer Domorganisten - Orgelpunkt Trier: Orgel- und Chor Musik an Dom und Konstantin - Basilika. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 31.05.2009 11:04:37

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Frühere Trierer Domorganisten
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Peter Joseph Pletz
Domorganist und Konzertveranstalter in Trier

Geboren in Koblenz-Ehrenbreitstein im Januar 1763, gestorben am 12.6.1809 in 
Trier. Pletz genoss eine exquisite Ausbildung am kurtrierischen Hof in Koblenz 
bei Hofkapellmeister Pietro Pompejo Sales, Konzertmeister Joh. Georg Lang und 
Hoforganist Daniel Hünten. 1793 wurde er Domorganist in Trier. Das Amt konnte er 
zunächst nur kurze Zeit ausüben, da 1794 beim Einzug der Franzosen der Dom 
zweckentfremdet und beide Orgeln ruiniert wurden. Als er am 17.8.1795 in der 
Gangolfkirche Catharina Schmitz aus Trier heiratete, waren die Domgottesdienste 
in die benachbarte Liebfrauenkirche verlegt. Da seine Einkünfte zu dieser Zeit 
unsicher waren und teilweise aus Naturalien (Wein, Korn) bestanden, versuchte er, 
als Konzertveranstalter ein zuverlässigeres Auskommen zu haben. Schon vor der 
Französischen Revolution gab es in Trier wöchentliche Konzerte in Sälen von 
Gastwirtschaften und im Krämersaal (Krämeramtsbau, 1775 errichteter Bau der 
Trierer Kaufmannschaft in der Fleischstr. 13; 1906 abgerissen). In der 
französischen Besatzungszeit nach 1794 blühte das Konzertleben weiter auf. Als 
Konzertorte kamen das Theater in der säkularisierten Kapuzinerkirche (Fahrstraße) 
und die von den Franzosen in "Dekadensaal" umbenannte Promotionsaula des 
Priesterseminars hinzu. Ein weiterer geschickter Trierer Konzertveranstalter war 
Joseph Garisch. Die Situation im Dom verbesserte sich für Pletz im Jahr 1802, als 
Bischof Mannay den Kirchenraum wieder in Ordnung brachte und die Stumm-Orgel aus 
dem säkularisierten Agnetenkloster (Weberbach) als Chororgel in den Dom kam. Ab 
1807 wurde die aus dem ebenfalls aufgehobenen Kloster Himmerod stammende Orgel im 
Trierer Dom aufgebaut; daß Pletz sie noch spielte, ist unwahrscheinlich, da sie 
offenbar erst 1812 richtig funktionsfähig war. Von Pletz sind eine Reihe von 
Kompositionen (ungedruckt) für Chor und Orchester im Bistumsarchiv Trier 
erhalten: eine Litanei, ein Te Deum und das Osteroffertorium "Sepulcrum Christi 
viventis". Eine Klaviersonate und ein Klavierkonzert sind verschollen. 

Literatur: Gustav Bereths: Beiträge zur Geschichte der Trierer Dommusik. Mainz 
1974. Bereths, Gustav: Musikchronik der Stadt Trier Bd.1, Mainz 1978. Die weltl. 
Kunstdenkmäler der Stadt Trier (Ms. ca. 1940, Bistumsarchiv)

Josef Still



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