Jesuitenkirche
 |
ORGEL
Klais 1995 |
|
|
|
|
Die heutige Jesuitenkirche,
auch Seminar- oder Dreifaltigkeitskirche genannt, war ursprünglich
die Kirche der Franziskaner-Minoriten. Kloster und Kirche werden 1240 erstmals
urkundlich erwähnt.
Diese erste Kirche bestand
aus einem einschiffigen Langhaus und einem vierjochigen Langchor (Mönchschor),
der - im Gegensatz zum flachgedeckten Schiff - bereits eingewölbt
war. Ein aufwendig gearbeites Portal mit darüber liegendem großen
Maßwerkfenster zeichnen die Westfassade aus.
Bereits vor 1320 wurden
im Inneren Stützpfeiler eingezogen, die auf Pläne zur Einwölbung
des Kirchenschiffes schließen lassen. Um 1320 wurde mit der Errichtung
des nördlichen Seitenschiffes begonnen. Die alte Nordwand wurde abgebrochen,
Rundpfeiler trennen seither Haupt- und Seitenschiff.
1570 wurde die Kirche den
Jesuiten übergeben. Zeitnah mit der Errichtung des
Kolleggebäudes in den
Jahren 1610-1614 wurde eine Krypta gebaut, die den Jesuiten als Begräbnisstätte
dienen sollte. Dort ist der 1635 verstorbene Jesuit Friedrich Spee von
Langenfeld beigesetzt. Nach dem Abbruch des Kreuzgangs begann man
1739 mit dem Bau des südlichen Seitenschiffes. Pfeiler, Wandgliederung
und Kreuzrippengewölbe wurden an das Bestehende angepaßt, so
daß ein architektonisch einheitlicher Raum entstand. Dieses südliche
Seitenschiff zählt zu den ganz frühen quasi „neugotischen“ Architekturen.
Nicht gotisch, sondern zeitgemäß barock sind hingegen die fast
zeitgleich (1740-1743) errichteten beiden Seitenchöre. Damit hatte
der Bau sein heutiges Format erhalten.
Nach Aufhebung des Jesuitenordens
wurde die Kirche 1779 dem Priesterseminar
übereignet. 1794 durch
französische Revolutionstruppen stark beschädigt und später
als Weinlager genutzt, kam
es 1798 zur endgültigen Profanisierung des Gotteshauses. Bereits 1803
wurde die Dreifaltigkeitskirche wieder katholisches Gotteshaus und kam
1805 an das Priesterseminar zurück. 1819 wurde die Kirche den Protestanten,
die bislang über kein eigenes Gotteshaus in Trier verfügten,
zur Verfügung gestellt. Nach heftigen Debatten fiel sie 1857 an das
Priesterseminar zurück.
Die letzte große Restaurierung
erfolgte von 1988 bis 1993. Der Altarraum wurde umgestaltet, die liturgische
Ausstattung erneuert. Die farbliche Gestaltung greift, soweit dies rekonstruierbar
war, auf historische Vorbilder zurück. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte
Emporengeschoß des nördlichen Nebenchores wurde nicht wieder
aufgebaut.
Literatur:
Michael Embach (Hrsg.):
Kontinuität und Wandel. 750 Jahre Kirche des Bischöflichen Priesterseminars
Trier. Trier 1993.
| I. Rückpositiv |
|
|
II. Hauptwerk |
|
| Hohlpfeife |
8' |
|
Bordun |
16' |
| Flaut travers (Disk.) |
8' |
|
Praestant |
8' |
| Praestant |
4' |
|
Rohrflöte |
8' |
| Rohrflöte |
4' |
|
Salicional |
8' |
| Nasard |
2 2/3' |
|
Octave |
4' |
| Waldflöte |
2' |
|
Blockflöte |
4' |
| Terz |
1 3/5' |
|
Quinte |
2 2/3' |
| Larigot |
1 1/3' |
|
Superoctave |
2' |
| Scharff 3-fach |
|
|
Mixtur 4-fach |
|
| Cromorne |
8' |
|
Cornet 4-fach |
|
| Tremulant |
|
|
Trompette |
8' |
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| Pedal |
|
|
|
|
| Subbaß |
16' |
|
|
|
| Principalbaß |
8' |
|
|
|
| Gemshorn |
8' |
|
|
|
| Tenoroctave |
4' |
|
|
|
| Posaune |
16' |
|
|
|
| Trompete |
8' |
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
Normalkoppeln
elektronischer Setzer
Manualumfang C - g''', Pedalumfang
C - f'
Schleifladen
mechanische Spieltraktur,
elektrische Registertraktur
|