Am
Pfingstsonntag beginnt ein Konzertzyklus in der Abteikirche: Himmerod feiert
den 40. Weihetag seiner berühmten Orgel
Himmerod. Das Jahr 2002 ist
für die Abteikirche Himmerod unter musikalischer Sicht ein ganz besonderes.
Wird doch die große Orgel des Gotteshauses 40 Jahre alt. Entsprechend
der Bedeutung des Instrumentes weist auch das Programm des Konzertzyklus
in diesem Jahr etliche Höhepunkte auf.
Am 9. September 1962 wurde
die große Klaisorgel in der Abteikirche Himmerod geweiht und ihrer
vornehmen Bestimmung übergeben. Sehr schnell erwarb sich das Instrument
einen herausragenden Namen und gewann eine Bedeutung, wie sie nur wenigen
Instrumenten vergönnt ist.
Auch heute noch hat die
musikalische Königin aus der Eifel noch nichts von ihrer Bedeutung
eingebüßt und ist nach wie vor ein Anziehungspunkt für
Musiker und Orgelliebhaber in Nah und Fern. Grund genug, das Jubiläum
nicht nur mit einer vielbeachteten CD, aufgenommen durch den renommierten
Londoner Organisten Nikolas Kynaston, zu feiern (der TV berichtete) sondern
auch dem diesjährigen Zyklus der Orgelkonzerte ein ganz besonderes
Gepräge zu geben.
Am Pfingstsonntag, 19. Mai,
wird die Reihe von insgesamt elf Konzerten durch den Professor der University
of Notre Dame in Indiana (USA), Craig Cramer, eröffnet. Im ersten
Teil seines Konzertes erklingen Werke, die von Benediktinern komponiert
wurden. Schon dadurch ist eine intensive Beziehung zur Abtei Himmerod geschaffen,
leben die dortigen Zisterzienserpatres doch nach der Regel des heiligen
Benedikt.
Am Ende erklingt das berühmte
"Carillon de Westminster" von Louis Vierne, dessen Grundmotiv das Glockenspiel
von Big Ben in London darstellt.
Im Juni reihen sich der
Domorganist von Limburg, Prof. Markus Eichenlaub (2.6.), der Luxemburger
Organist Paul Breisch (16.6.) und am 30. 6. der Hamburger Domorganist Prof.
Eberhard Lauer in die Schar der Jubiläumsgäste ein. Neben Werken
von Johann Sebastian Bach und Olivier Messiaen steht bei Lauer die Fantasie
über den Choral "Ad nos ad salutarem undam" auf dem Programm.
Der Berliner Organist Jörg
Strodthoff und der Memminger Hans Eberhard Roß werden am 14. und
28. in der Eifel konzertieren. Roß spielt neben der Toccata und Fuge
d-moll von Bach-Auszüge aus der dritten Orgelsymphonie von Louis Vierne.
Am 11. August ist der Kölner
Orgelprofessor Johannes Geffert Solist in der Abtei bevor am 25. die insbesondere
als Geschwindigkeitsvirtuosin bekannte Jane Parker-Smith aus London von
der Orgelbank Besitz ergreifen wird.
Am Vorabend des eigentlichen
Weihetages, am 8. September, spielt im Rahmen des elften internationalen
Orgelsommers Rheinland-Pfalz der ehemalige Director of Musik der Kathedrale,
von Glouster.
Für Mittwoch, den 11.
September gibt es um 20 Uhr eine Geburtstagsüberraschung. Von diesem
Konzert ist bisher nur die Überschrift "Orgel plus...Lassen Sie sich
überraschen!" bekannt.
Den Abschluss der Konzertreihe
gestaltet der Stuttgarter Professor Bernhard Haas. Er spielt Werke von
Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Olivier Messiaen, Darius Milhaud
und Max Reger.
Alle Konzerte (mit Ausnahme
des Überraschungskonzertes) finden jeweils um 15 Uhr statt.
Gerhard W. Kluth
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