16 junge Organisten aus 8 Nationen nahmen am 6. Internationalen Orgelwettbewerb um
den Hermann-Schroeder-Preis teil. Die international besetzte Jury mit Prof. Clemens
Ganz (Juryvorsitzender, Köln), Prof. Anne Froidebise (Liège), Prof. Alain Wirth
(Luxembourg), Prof. Andreas Rothkopf (Saarbrücken), Prof. Johannes Geffert (Köln)
und Domorganisten Josef Still (Trier) sowie mehr als 400 Zuhörer im gut besuchten
Trierer Dom erlebten ein spannendes Finalkonzert auf hohem Niveau.
Es wurde kein 1.
Preis sondern zwei 2. Preise vergeben, außerdem ein 3. Preis und ein Förderpreis.
Den 2. Preis (2000 EUR) und den Publikumspreis erhielt der Italiener Giuseppe
Raccuglia, der J.S.Bachs Präludium und Fuge e-Moll BWV 548, Schroeders Partita "Veni
creator spiritus" sowie "Pax vobiscum" von S. Karg-Elert vortrug.
Ebenfalls einen 2. Preis (2000 EUR) erhielt Maria-Magdalena Kaczor (Polen), die
Schroeders "Variationen über den tonus peregrinus", Bachs Präludium und Fuge G-Dur
BWV 541 und das Choralvorspiel "Herzlich tut mich verlangen" von J. Brahms spielte.
Der 3. Preis (1000 EUR) geht an Hayung Yang (Korea) für ihre Interpretation von Bachs
Präludium und Fuge g-Moll BWV 542, Mendelssohns "Andante" (2. Satz) aus der 1.
Orgelsonate in f-Moll und Schroeders Partita "Veni creator spiritus".
Einen
Förderpreis (250 EUR) erhielt Barbara Rusolová (Tschechien) für ihre sehr gute
Leistung im 2. Durchgang.
Die Preisträger des Orgelwettbewerbs 2011 (von links nach rechts): Hayung Yang, Korea (1. Preis), Barbara Rosolová, Tschechien (Förderpreis), Giuseppe Raccuglia, Italien (2. Preis und Publikumspreis), Maria-Magdalena Kaczor, Polen (2. Preis)
Foto: Gerhard W. Kluth
Die drei Preisträger hatten das Pflichtprogramm der beiden Vorrunden in St. Antonius
erfolgreich absolviert. Verlangt wurden ein langsamer und schneller Satz aus einer
der 6 Triosonaten von J.S. Bach, 2 Sätze aus der Partita "Veni creator spiritus" und
3 Choralvorspiele nach Wahl von H. Schroeder sowie Präludium und Fuge überB-A-C-H
oder die Variationen über den Basso continuo "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen" von
Franz Liszt.
Das vom Südwestfunk aufgenommene Finalkonzert bewegte sich auf sehr hohem
musikalischem und technischem Niveau, ein Livemitschnitt wird bei der
Schroeder-Gesellschaft als CD erhältlich sein.
trierer-orgelpunkt und Hermann-Schroeder-Gesellschaft gratulieren den Preisträgern
sehr herzlich zu ihrem Erfolg.
Preisträger und Juroren des Schroeder-Orgelwettbewerbs 2011 (von links nach rechts): Prof. Alain Wirth (Luxembourg), Prof. Anne Froidebise (Liège), Prof. Andreas Rothkopf (Saarbrücken), Prof. Clemens Ganz (Köln), Hayung Yang, Korea (3. Preis), Barbara Rosolová, Tschechien (Förderpreis), Giuseppe Raccuglia, Italien (2. Preis und Publikumspreis), Maria-Magdalena Kaczor, Polen (2. Preis), Domorganist Josef Still (Trier), Prof. Johannes Geffert (Köln)
Foto: Gerhard W. Kluth