Orgelpunkt-Bücherecke - Orgelpunkt Trier: Orgel- und Chor Musik an Dom und Konstantin - Basilika. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 31.05.2009 11:04:25

OrgelpunktWeb

Powered by WhatUSeek

 
Orgelpunkt-Bücherecke
Zurück Zurück   Lexikon Orgelbau | Lexikon der Orgel | Orgelführer Deutschland | Handbuch Orgelmusik | Orgellandschaft Ostfriesland | Die Arp Schnitger-Orgel der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg | Repertorium Orgelmusik | Orgeln in Niedersachsen | Organistenbüchlein | Die Orgel Gottfried Silbermanns | Orgeln in Lothringen | Quellen und Forschungen zur Orgelgeschichte des Mittelrheins | Orgeln der Neuapostolischen Kirche |

Ein Muss für Orgelfreunde

Die Verlage Bärenreiter und Metzler bringen ein Handbuch zur Orgelmusik auf den Markt Worauf schon viele Freunde der Orgelmusik seit Jahren gewartet haben, die Verlage Bärenreiter in Kassel und Metzler in Stuttgart und Weimar haben es endlich auf den Markt gebracht. Die Rede ist von einem sehr umfangreichen Handbuch der Orgelmusik. Sie stießen damit in eine Marktnische, die schon lange darauf gewartet hat, gefüllt zu werden. Wer sich bisher über Literatur des Orgelspiels informieren wollte, war auf den Orgelmusikführer von Viktor Lukas (erschienen bei Reclam) angewiesen, der zum ersten Mal im Jahre 1963 erschien. Auch die aktuellste sechste Auflage aus dem Jahre 1992 war inzwischen doch etwas angestaubt.

Herausgegeben wurde das Handbuch vom Salzburger Musikwissenschaftler Rudolf Faber und dem Ulmer Kirchenmusiker Philip Hartmann. Sie definieren den über 700 Seiten starken Band als „Nachschlagewerk und Lesebuch“ für Organisten und alle, die sich aus Profession oder Liebhaberei mit Orgelmusik befassen. In Angriff genommen haben sie dabei sechs Jahrhunderte Musikliteratur, wobei sie sich, bis auf minimale Ausnahmen, auf Kompositionen beschränken, die zweihändig und solistisch ausführbar sind.

Zu Hilfe kamen Faber und Hartmann insgesamt 20 Autoren, die sich jeweils einem oder meherer spezieller Fachgebiete annehmen. Erwähnt seien stellvertretend für alle Dr. Pieter Dirksen und Prof. Almut Rößler. Dirksen ist ein niederländischer Musikwissenschaftler und Organist, der sich mit der neuen Herausgabe und auch mit der Interpretation der Musik von Jan Pieterszoon Sweelinck in der Welt der alten Musik einen herausragenden Namen geschaffen hat. Er befasst sich mit der entsprechenden Musik aus Norddeutschland, England und natürlich der Niederlande. Rößler konnte von den Herausgebern für eine ausführliche Kommentierung der Werke von Olivier Messiaen gewonnen werden. Einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben die Herausgeber für ihr Handbuch verständlicherweise nicht. Ein solches Ansinnen würde jeglichen Rahmen sprengen und wäre bei allen Bemühungen nicht zu verwirklichen. Dafür ist die Welt der Orgelmusik einfach zu groß. Immerhin aber sind 413 Komponisten in diesem Band aufgenommen und werden über 1500 Kompositionen besprochen. Aufgeteilt ist das Buch in drei Kapitel, die sich mit dem 15. bis 18. Jahrhundert auseinander setzen, das 19. und 20. Jahrhundert im Auge hat und schließlich unter der Überschrift „Neue Orgelmusik" das Schaffen nach 1960 beleuchten. Die ersten beiden Kapitel sind dazu noch in alphabetischer Reihenfolge nach Ländern aufgeteilt.

Zu jedem Unterkapitel gibt es eine recht ausführliche Einleitung, die zunächst die Musikgeschichte und dann speziell noch den Orgelbau beleuchtet. Kompositionsmerkmale werden dem geneigten Leser ebenso erläutert wie die speziellen Eigenarten der Instrumente, die in dem jeweiligen Land zur entsprechenden Zeit zu finden waren. Bei den Nationalitäten wurde nichts ausgespart. Böhmen ist genauso vertreten wie Belgien, die USA genauso wie Ungarn. Bei den einzelnen Komponisten gibt es eine kurze Lebensbeschreibung, in der die wichtigsten Stationen aufgeführt sind, bevor die einzelnen Werke mit einer, teilweise sehr knappen und bündigen Kommentierung bedacht werden. Auch hier wird von Faber und Hartmann verständlicherweise nicht der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Insbesondere für den orgelspielenden Leser dürften die Angabe der Spieldauer des einzelnen Werkes und auch die sechsstufige Einteilung des Schwierigkeitsgrades (von „sehr leicht" bis „extrem schwer") interessant sein, ebenso wie die Verlagsangaben zu den Stücken. Wer sich weiter in die Materie der Einleitungen vertiefen will, bekommt hier jeweils eine sehr ausführliche Literaturliste genannt.

Das Handbuch Orgelmusik ist fast schon ein Muss für alle, die sich ausführlich und kompetent mit dieser vielschichtigen Materie auseinander setzen wollen. Die einzelnen Beiträge sind gut verständlich verfasst, ergehen sich nicht in ein Gewitter von Fremdworten und profitieren sehr von der recht flüssigen Art, wie sie geschrieben sind. Es macht den eingangs erwähnten Orgelmusikführer von Lukas nicht überflüssig, denn eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Komponisten des einen ist bei den anderen nicht vertreten. Beide gehören in den Bücherschrank eines Orgelfreundes.

Rudolf Faber/Philip Hartmann
Handbuch Orgelmusik (Komponisten Werke Interpretation
Verlage Bärenreiter (Kassel) und Metzler (Stuttgart/Weimar) 2002
ISBN 3-7618-2003-8 und 3-476-01877-6
Preis: 64,90 Euro

Gerhard W. Kluth



Besuchen Sie unsere Sponsoren: Musikhaus Kessler Bischöfliche Weingüter


Orgelpunkt Online Shop

Themen:

MITMACHEN IM ORGELPUNKT
Nennen Sie uns Ihren Lieblings-Interpreten | Präsentieren Sie Ihre Lieblings-CD | Ihr schönstes Orgel- / Spieltischfoto | Verweisen Sie mit einem Link auf "Ihre" Orgel | Berichten Sie über ein Orgelkonzert | Geben Sie eine kostenlose private Kleinanzeige auf |

DIE AM HÄUFIGSTEN GELESENEN ORGELPUNKT - SEITEN
Trierer Dom | Konstantin-Basilika | 7 Goldene Regeln des Orgelübens | Trierer Kirchen | Kalender | Orgelpunkt - Leser wählen die besten Orgel - CDs | Trier Panorama | CD-Empfehlungen vom Webmaster | Die großen Orgelzyklen | Impressionen | WWW-Links | Orgelpunkt Online Shop

TRIERER KIRCHEN UND ORGELN
Trierer Dom:
Dom | Kunstgeschichte | Domorgeln | Domorganist | Orgelhistorisches | Frühere Domorganisten und -kapellmeister | UNESCO-Weltkulturerbe | Moderne Fresken im Dom | Dombaumeister Wilhelm Peter Schmitz | Niederländische Orgelbaumeister am Trierer Dom | Fotogalerie Trierer Domorgel |
Konstantin-Basilika:
Basilika | Kunstgeschichte | Orgeln | Organist | Orgelhistorisches | Bachchor | Caspar-Olevian-Chor | Ev. Kinderchor | UNESCO-Weltkulturerbe | Panoramafotos Probe Bachchor |
Weitere Kirchen:
St. Matthias | Herz Jesu | Welschnonnenkirche | St. Antonius | St. Paulin | St. Martin | St. Irminen | Jesuitenkirche | Pfarrkirche Heiligkreuz | Stiftskirche Pfalzel | St. Helena, Euren | Liebfrauen-Kirche | St. Gangolf |

ORGELHISTORISCHES IM TRIERER RAUM
Trierer Orgeln 1900 - 1945:
Dom, St. Gangolf, St. Antonius und Treviris | Liebfrauenkirche | Kloster der Ewigen Anbetung, Hausorgel von Domkapellmeister Stockhausen, Orgel des Max-Planck-Gymnasiums | St. Paulus, Heiligkreuz | Kirche der Barmherzigen Brüder, Kirche der Weissen Väter, St. Helena (Euren) und Herz Jesu | St. Martin, St. Bonifatius (Kürenz) und St. Paulin | Pfalzel, Ruwer und Zewen |
Frühere Trierer Domorganisten und -kapellmeister:
Peter Joseph Pletz | Georg Schmitt | Michael Hermesdorff | Heinrich Pauli | Jodocus Kehrer | Ludwig Boslet | Hermann Schroeder | Dr. Paul Schuh | Wolfgang Oehms | Joseph Torner | Wilhelm Stockhausen |
Geschichte der Domorgeln:
Turbulente Orgelzeiten von 1307 bis 1830 | Die Breidenfeld-Orgel von 1837 | Hochdruckorgel, Elektrizität und ein Konkurs | Schwalbennester aus Bonn und ein flötespielendes Teufelchen |
Frühere Orgelbauer:
Wilhelm Breidenfeld | Nikolaus Franzen | Eduard Sebald | Gebrüder Stumm | Orgelbauanstalt Mamert Hock | Anton und Heinrich Turk, Klausen | Heinrich Voltmann, Klausen | Orgelbau Claus |
Historische Orgelnachrichten:
Frühe Orgelnachrichten aus Kurtrier | Neue Erkenntnisse zur Orgelgeschichte des Bistums Trier | Einweihung der Bambusorgel von Las Pinas durch W. Oehms | Niederländische Orgelbaumeister am Trierer Dom |

BETRIEB UND WARTUNG VON ORGELN
Zur Bedeutung von Orgelwartungsverträgen | Sicherung von Orgeln bei Bau- und Malerarbeiten | Merkblatt zum richtigen Heizen und Lüften | Muster-Orgelwartungsvertrag | Mustersatzung Orgelbauverein | Zur Qualität von Orgelaufnahmen |

ORGELÜBEN
7 Goldene Regeln des Orgelübens | Aspekte des "schlauen" Fingersatzes |

IMPRESSIONEN
2009 | 2008| 2007 |2006 | 2005 | 2004 | 2003 (A) | 2003 (B) | 2002 | 2001 |

ORGELZYKLEN IN TRIER UND HIMMEROD
Orgelzyklen 2009 | Orgelzyklen 2008 |Orgelzyklen 2007 | Orgelzyklen 2006 | Orgelzyklen 2005 | Orgelzyklen 2004 | Orgelzyklen 2003 |

ORGELPUNKT-LESER WÄHLEN DIE BESTEN ORGEL-CDs
April 2009 Januar 2009 Juni 2008 April 2008 Februar 2008 Dezember 2007 Oktober 2007 August 2007 Juli 2007 Mai 2007

TRIERER MUSIKGESCHICHTE
Zwischen Tradition und Fortschritt - Der Trierer Domkapellmeister Wilhelm Stockhausen (PDF) | Bachrezeption in Trier | Zum Cäcilianismus in Trier | Ein altes Palliener Weihnachtslied | Bischof Marx: "Kein Tach ohne Bach" |

BUCHBESPRECHUNGEN
Lexikon Orgelbau | Lexikon der Orgel | Orgelführer Deutschland | Handbuch Orgelmusik | Orgellandschaft Ostfriesland | Die Arp Schnitger-Orgel der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg | Repertorium Orgelmusik | Orgeln in Niedersachsen | Organistenbüchlein | Die Orgel Gottfried Silbermanns | Orgeln in Lothringen | Quellen und Forschungen zur Orgelgeschichte des Mittelrheins | Orgeln der Neuapostolischen Kirche |

VERSTEIGERUNGEN BEI EBAY

BESTELLMÖGLICHKEITEN UND INTERPRETEN-SUCHE
Bestellmöglichkeit für CDs, Bücher, Noten:
Orgelpunkt Online Shop | Abteiorgel Online Shop | Trier Online Shop | Organisten-Suche bei JPC und Amazon | Links zum Amazon-Musikversand: Französische Orgelmusik | Präludien & Toccaten | Deutsche Barockorgel | Choralvorspiele | Orgelkonzerte |

Orgelpunkt-Bücherecke

Zum Seitenanfang
Diese Seite drucken