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Orgel Chor Verschiedenes
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Terminübersicht
1919
übersiedelt er nach Paris, wo er bei Dukas, Gigout und Tournemire
studiert und 1920 dessen Stellvertreter an St. Clotilde wird.
Seine
Studien am Pariser Konservatorium werden mit fünf ersten Preisen gewürdigt:
Nach dem Studium schlug Maurice
Duruflé die Laufbahn eines Organisten ein. Als Meister der Improvisation
gab er unzählige Orgelkonzerte in Paris sowie auf zahlreichen
Welttourneen. Wie Messiaen oder Dupré gilt
Duruflé als Repräsentant der französischen Organistentradition.
Aufgrund einer intensiven
Zusammenarbeit mit Louis Vierne wird er ab 1927 dessen Stellvertreter an
Notre Dame und hat auch das traurige Privileg, dem plötzlichen Tod
des Meisters an der Orgel beizuwohnen.
Bereits 1943 wird Duruflé
Professor am Pariser Konservatorium und behält diese Stelle bis 1970.
Unter seinen herausragenden Schülern findet man Marie-Claire Alain,
Pierre Cochereau, Jean Guillou und Daniel Roth.
1940 ist Duruflé tief
berührt vom Tode seines Freundes und Kollegen Jehan Alain, "der in
einem verwegenen Versuch fiel, seine Heimat zu verteidigen". Als Nachruf
schreibt
er Prélude et Fugue sur le nom d'A.L.A.I.N. op. 7, in dem
er das Thema aus den Buchstaben ALAIN gewinnt und als zweites Motiv aus
den Litanies des verstorbenen Musikers zitiert.
1945 stirbt Maurice Duruflés
Vater. Unter diesem Eindruck vollendet er 1947 sein berühmtes Requiem,
welches wohl als sein Hauptwerk bezeichnet werden darf. Es ist offensichtlich
in seiner Form von Gabriel Fauré beeinflusst worden und basiert,
wie einige andere Werke Duruflés, auf gregorianische Themen. Neben
der Originalfassung für großes Orchester und Orgel richtet der
Komponist zwei weitere Fassungen ein, zunächst mit Orgelbegleitung
und später für Orgel und kleines Orchester, die dem Werk vielleicht
am besten entspricht.
Maurice Duruflé hat
im Verhältnis zu anderen Komponisten nur wenige Werke bestehen lassen,
aber seine Kompositionen zeichnen sich durch höchste Subtilität
und Dichte aus.
Im Gegensatz zu den jüngeren
Olivier Messiaen und Jehan Alain kümmert er sich nicht um verschiedene
musikalische Neuerungen, seine Musik ist weitgehend von der Gregorianik
inspiriert, so vor allem seine vier Motetten nach gregorianischen Themen
(op. 10), die er Auguste le Guennant, dem Direktor des Institut Grégorien
in Paris gewidmet hat.
1975 beendet ein schwerer
Unfall die solistische Karriere Duruflés: Auf der Autobahn zwischen
Valence und Montélimar durchbricht ein Wagen die Mittelleitplanke
und prallt frontal auf den Wagen von Marie-Madelaine und Maurice Duruflé.
Beide werden schwer verletzt, Maurice Duruflé erholt sich nicht
vollständig von den schweren Folgen des Unfalls.
Das letzte Werk, das Maurice
Duruflé veröffentlich hat, ist das Vater unser op. 14
für Chor a capella aus dem Jahre 1976. Das Werk bringt mit seiner
Intensität und der Reinheit seiner Linieführung den Glauben und
die Hoffnung zum Ausdruck, die das Gebet beherschen.
Gegen Ende seines Lebens
äußert Duruflé seinen Pessimismus bezüglich eines
Niedergangs der katholischen Liturgie und schreibt dazu 1977 in der Zeitschrift
L'Orgue: "Wir hoffen sehr, daß diese Liturgie eines Tages die Rückkehr
der Orgel an ihren Ehrenplatz erlaubt, den sie seit drei Jahrhunderten
inne hatte...".
Nach Jahren voller Leid und
Siechtum stirbt Maurice Duruflé am 16. Juni 1986, Marie-Madelaine
Duruflé am 5. Oktober 1999.
Werkverzeichnis:
Literatur:
Zum
100. Geburtstag von Maurice Duruflé stellen wir hier die Termine
zusammen, an
Weitere
Termine bitte an webmaster@trierer-orgelpunkt.de
E. Jakob
Besuchen Sie unsere Sponsoren: Musikhaus Kessler
Bischöfliche Weingüter
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Duruflé-Jahr 2002
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