Auf ein mittelalterliches Vorbild geht eine Spezialität der Trierer Domorgel zurück: der Hirtengott Pan. Diese Figur kann vom Organisten mittels eines großen Hebels aus dem Orgelgehäuse geklappt und zum Flötespielen bewegt werden.
Zwei Erklärungen sind möglich:
1. Die Panflöte ist eine einfache Vorgängerin der Orgel.
2. Der Pan, der wegen seiner Hörner auch als Teufel gedeutet werden kann, wird vom Orgelbauer gezwungen, im Dom Musik zur Ehre Gottes zu machen und rächt sich seinerseits durch fürchterlich verstimmte Pfeifen.
Verstimmung der fünf Panflötenpfeifen:
fs‘‘ + 9 Cent
gs‘‘ – 10 Cent
b‘‘ + 3 Cent
h‘‘ + 31 Cent
cs‘‘‘ –42 Cent
(1 Cent = 1/100 Halbton)
Übrigens gibt es im Dom noch einen zweiten Teufel:
Er sitzt unsichtbar über dem Gewölbe der Sakramentskapelle. Als Gegengewicht eines Kippmechanismus’ hält er das Seil des „Ewigen Lichtes“ fest. Gemacht wurde er 1974 vom Trierer Kunstschmied Adi Schäfer.