Das neue Informationszentrum
"DOMinformation" wurde am 26. September 2003 eröffnet. Es liegt in
unmittelbarer Nähe des Doms, in der Liebfrauenstraße/Ecke Domfreihof.
Das Gebäude steht auf einem Teil des Grundstücks, der Kurie "von
der Leyen", Domfreihof 5. Das Haus wurde an einer kirchenhistorisch bedeutenden
Stelle errichtet, - auf den Mauern des wohl ersten Gebets- und Versammlungsraums
der christlichen Gemeinde Triers. Archäologische Befunde im Kellergeschoss
belegen dies. Die Ausgrabungen wurden gesichert und konserviert, um sie
der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das einstöckige
Haus besitzt eine Grundfläche von etwa 550 qm und umfasst einen größeren
Empfangs- und Informationsraum, einen Medien- und Vortragsraum für
etwa 70 Personen und Büroräume.
Seit der Restaurierung des
Trierer Doms im Jahr 1974 ist der Dom das Ziel großer Besucherströme.
Bis zu 10.000 Menschen kommen in der Hochsaison täglich in den Dom;
über 1 Million Besucher werden jährlich gezählt.
Wichtigste Aufgabe der DOMinformation
ist es, den Besucher- und Interessengruppen den Dom in seiner baulichen,
historischen, geistigen und geistlichen Bedeutung zu erschließen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dom-Information helfen bei der
Planung eines Dombesuchs oder der Besuche von Innenstadtkirchen und stehen
gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Die Leistungen auf einen
Blick:
-
Auskünfte über den
Dom, die Innenstadtkirchen und das kirchliche Angebot in Trier
-
Ansprechpartner vor Ort im Dom,
auch für Jakobspilger
-
Entwicklung und Organisation
aller Domführungen,
-
Themenführungen, Kinderführungen
und Stadtgänge mit christlicher Thematik
-
Meditativ gestaltete Kunstbetrachtungen
im Dom
-
Veranstaltungen, Workshops für
Kinder
-
Entwicklung und Verkauf von
Dom-Broschüren, Bildpostkarten, Dom-Filmen, Dom-Literatur, CD`s der
Dommusik, Pilgernadeln, Dom-bezogenen Souvenirs
-
Verkauf von Teilnahmekarten
zu den 14-Uhr-Führungen und Eintrittskarten Domschatzkammer
Die Dom-Information informiert
auch über die Geschichte und die aktuellen Ereignisse und Angebote
des Bistums Trier. Da sie mit der "City-Pastoral Trier", die sich im Aufbau
befindet, zusammenarbeitet, übernimmt sie auch die Aufgabe, die Besucher
des Domes auf andere bedeutende Trierer Kirchen hinzuweisen und möglicherweise
Führungen in solchen Kirchen mitzuorganisieren; aber auch über
Maßnahmen und Angebote der Pfarrgemeinden und der kirchlichen Einrichtungen
im Stadtgebiet wird informiert.
Die Leitung der Dom-Information
liegt in den Händen von Frau Andrea Riesbeck.
Öffnungszeiten (Änderungen
vorbehalten):
-
April - Oktober und Dezember:
Montag - Samstag: 09:30 - 17:30 Uhr;
Sonntag: 12:00 - 17:30 Uhr
-
November und Januar - März:
Montag - Freitag: 09:30 - 17:30 Uhr;
Samstag: 09:30 - 14:00 Uhr;
Sonntag: geschlossen
Dom-Information Trier
Liebfrauenstr. 12/Ecke Domfreihof
54290 Trier
Telefon: (06 51)97 90 79-0
Telefax: (06 51)97 90 79-9
www.dominformation.de
email: info@dominformation.de
Rückblick:
Am Montag, 26. November 2001
wurde der Grundstein gelegt.
Anlässlich der Grundsteinlegung
hat Dompropst Hermann Josef Leininger folgenden Text verfasst und vorgetragen:
1. Dominformation - warum?
Seit der Wiedereröffnung
des restaurierten Domes am 1. Mai 1974 ist dieser in zunehmendem Maße
Ziel großer Besucherströme. Dies gilt nicht nur für die
Pilger und Wallfahrtszeit, sondern für alle Tage des Jahres. Man kann
davon ausgehen, dass von den vier Millionen Stadtbesuchern pro Jahr etwa
eine Million Menschen den Trierer Dom besuchen. In der Hochsaison kommen
bis zu 10.000 Menschen täglich in den Dom und in die Liebfrauenkirche.
Es handelt sich dabei um:
· Gottesdienstbesucher
· Wallfahrtsgruppen
und Einzelpilger
· Gruppen aus dem
Bistum, die ihre Bischofskirche als Ort für Gottesdienst und Gebet
aufsuchen
· Schulkassen aus
dem In- und Ausland
· Studentische Gruppen,
die aus Gründen des Studiums in den Dom kommen
· Zahlreiche Touristengruppen
und Einzeltouristen.
Das Domkapitel sieht sich
herausgefordert, mehr zu tun zum Ansprechen und zur Begleitung dieser zahlreichen
Besuchergruppen. Das entspräche auch den ständig geäußerten
Erwartungen vieler Besucher und Besuchergruppen. Hier besteht zweifellos
ein Nachholbedarf im Blick auf die pastoralen und kulturellen Chancen,
die uns mit der ältesten Bischofskirche in Deutschland gegeben sind,
so sehr auch der hohe Standard der Domliturgie und der Dommusik sowie die
engagiert und
sachkundig veranstalteten
Domführungen in diesem Sinne anzuerkennen sind.
Beispiele anderenorts, wie
etwa in der Abteikirche Maria Laach, dem Kölner Dom oder in anderen
deutschen und europäischen Kirchen von Rang bestätigen, dass
hier noch mehr und Besseres geschehen kann. Das Kölner Modell zeigt,
dass mit einem solchen Domzentrum auch Impulse für die sogenannte
City- und Touristenpastoral in Trier gegeben werden können.
2.
Zielsetzung
Das Domkapitel hat beschlossen,
am Trierer Dom ein Zentrum zu schaffen, das vornehmlich den Dom, der ja
ein Teil des Weltkulturerbes ist, in seiner baulichen, historischen und
geistlichen Bedeutung für die verschiedensten Besucher- und Interessentengruppen
erschließt, und zwar durch:
· die Präsenz
persönlicher Ansprechpartner;
· Organisation von
Domführungen und deren mediengestützte Vor- und Nachbereitung;
· Entwicklung und
Bereitstellung von audioelektronisch begleiteten
Einzelführungen;
· Präsentation
und Verkauf von Informationsmaterialien (Schriften, Bildmaterial
und elektronische Medien),
die vornehmlich den Dom betreffen.
Die Ansprechpartner im Zentrum
sollen aber auch über Domangelegenheiten hinaus für Informationen
und Auskünfte über kirchliche Aktivitäten und über
Beratungs-, Seelsorge- und Hilfsangebote zur Verfügung stehen.
Im Zentrum der Dominformation
finden auch Bildungsveranstaltungen statt.
3.
Organisation
Die kirchlich-religiöse
Zielsetzung der Dominformation wird durch entsprechend qualifizierte Mitarbeiterinnen
bzw. Mitarbeiter gewährleistet. Es ist grundsätzlich daran gedacht,
die Dominformation in Verbindung mit der Trierer City-Pastoral zu sehen
und sie organisatorisch damit zu verknüpfen.
4.
Bauprojekt
a) Der Ort des Gebäudes
Nach Prüfung verschiedener
Örtlichkeiten im Dom und außerhalb des Domes hat sich das Domkapitel
für einen Teil des Gartens an der Kurie "Domfreihof 5" entschieden.
Hier stand die erste Trierer Bischofskirche. Bei der Entscheidung spielte
die Möglichkeit, das archäologische Zeugnis des ältesten
Trierer Kirchenbaues innerhalb des geplanten Gebäudes für die
Öffentlichkeit sichtbar
machen zu können, eine
nicht unwichtige Rolle.
b) Archäologische Untersuchungen
und Fundamentierung
Die gesamte Baufläche
wurde inzwischen archäologisch eingehend untersucht. Die Ausgrabungsarbeiten
dauerten nahezu 18 Monate. Sie waren sehr ergiebig. Zur Erhaltung der archäologischen
Befunde war für die Errichtung des Gebäudes als erster Schritt
eine Punkt-Fundamentierung, wie die Fachleute sagen, notwendig, d. h. es
mussten in den Boden des ausgegrabenen Grundstücks 35 Betonstützen
bis auf den tragfähigen Baugrund geführt werden. Der Baugrund
lag um 5 bis 6 m tiefer als das römische Niveau, das sind etwa 7 bis
10 m unter dem derzeitigen Geländeniveau. Etwa 18-20 Kubikmeter Beton
wurden für einen Schacht benötigt.
Außer dieser "Fundamentunterpolsterung"
mussten das Nachbarhaus und die vorhandenen Gartenmauern unterfangen werden.
Dies alles war zeit- und kostenintensiv.
c) Der Bau der Dominformation
Über dem Kellergeschoss
mit den noch zu sichernden und konservierenden archäologischen Befunden
wird ein einstöckiger Bau errichtet. Er besitzt eine Grundfläche
von etwa 550 qm und umfasst vor allem Flächen für Informations-,
Ausstellungs-, Verkaufs-, Lager und Büroräume. Auch ein Medien-
und Vortragsraum für etwa 60 - 70 Personen ist vorgesehen.
d) Kosten
Die Kosten des Bauwerks
belaufen sich auf etwa 4 Millionen DM. Darin sind die vorgenannten Fundamentierungs-
und Unterfangungskosten enthalten. An den Baukosten beteiligt sich das
Bistum mit einem Zuschuss. Die Hohe Domkirche übernimmt einen Teil
in Eigenleistung, das Übrige wird durch Darlehen finanziert.
e) Grundstein
Der Grundstein ist
ein Quader (Kordeler Sandstein), der in einer antiken Schuttplanierung
aus der vorkirchlichen Bebauungsperiode stammt. Der Stein trägt folgende
Inschrift: Hier stand die erste Bischofskirche, erbaut unter Bischof Agricius
(314 - 329).
Trier, den 26. November 2001
Dompropst Hermann Josef
Leininger
GRUNDSTEINLEGUNG 26. NOVEMBER
2001
Liste der Gegenstände,
die im Grundstein verwahrt werden
- Urkunde
- Beigaben:
1 Exemplar "Trierischer
Volksfreund" vom 26.11.01
1 Exemplar "Paulinus"
vom 25.11.01
Münzen :
ein Sortiment DM
Münzen (5, 2, 1 DM, 50, 10, 5, 2, 1 Pf.)
ein vollständiges
Euro Starter Kit
eine Bronzemünze,
die bei den Grabungen gefunden wurde (364 - 375 nach Chr.)
Vorderseite: Kopf
des Kaisers mit einem Diadem
Inschrift: DOMINUS
NOSTER VALENTINIANUS PIUS FELIX AUGUSTUS
Rückseite: Abbildung
eines Soldaten, der in der linken Hand eine Standarte hält
mit dem Christogramm,
in der rechten Hand hält er einen Gefangenen am Boden.
Besuchen Sie auch unsere Sponsoren: Musikhaus Reisser, Casio Deutschland GmbH Bischöfliche Weingüter
JPC Musikversand
Schott Musikverlag