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Die röische Wasserorgel
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"UNTER EINEM VERSIERTEN SPIELER BRINGT SIE KLÄNGE IN MANNIGFACH
WECHSELNDEN MELODIEN HERVOR"
Dies
sagt der römische Architekt und Ingenieur Vitruv von der Orgel. Die
erste wurde von dem Griechen Ktesibios im 3. Jahrhundert v. Chr. gebaut.
Das Instrument wurde damals als Hydraulus ("Wasserflöte") bezeichnet,
weil die für die Pfeifen benötigte Luft durch Wasserdruck verdichtet
wurde. Aus römischer Zeit kennen wir Bronzeteile einer solchen Orgel,
die in Budapest gefunden wurde. Von dem Hydraulus existieren zahlreiche
Darstellungen, so auch ein Mosaik aus dem 3 Jahrhundert n . Chr aus Nennig
an der Mosel.
Die
auf dem Mosaik abgebildeten, meist blutigen "Spiele" im Trierer Amphitheater
wurden von einem Orgelspieler und einem Hornisten begleitet. Zu sehen sind
außer den 30 Pfeifen die beiden Pumpenzylinder an den Seiten, aber
leider nicht der Spieltisch mit den Tasten und den Registerzügen.
Klicken Sie für eine
vergrößerte Darstellung auf das Bild.
Seit dem 4. Jahrhundert wurde
die Wasserkraft zunehmend durch einen Blasebalg ersetzt, eine "rindslederne
Höhlung", wie Julian (römischer Kaiser von 360 bis 363) in einem
Gedicht schreibt. Dessen letzte Zeilen lauten:
Und ein kundiger Spieler,
hat er nur eilige Finger,
handhabt stehend die
hilfreiche Lade zum Wind für die Pfeifen.
Die aber bringen hervor
im Wechsel melodische Weisen.
Daß dieses Instrument
("Organum") bei den von den Christen verdammten Spielen erklang, wird ein
Grund für die ursprüngliche Abneigung gegen die Verwendung im
Gottesdienst gewesen sein, obwohl es im Zeremoniell auch der christlichen
römischen Kaiser erklang.
Als Kircheninstrument setzte
sich die Orgel im Westen Europas erst im frühen Mittelalter (in den
Ostkirchen bis heute nicht) durch.
Quellen: Vitruv,
Über Architektur, Band 10, Kapitel 8; Julian, Epigramm 2.
Wolfgang Binsfeld
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ORGELHISTORISCHES IM TRIERER RAUM
Trierer Orgeln 1900 - 1945:
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