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Historische Orgeln in der Konstantin-Basilika
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Der Bau
der Konstantin-Basilika stellt mit einer Länge von 67 m, einer Breite
von 27 m und einer Höhe von 30 m den größten ungeteilten,
stützenlosen Raum dar, der aus der Antike erhalten geblieben ist.
Die Wände werden durch große, rundbogige Fenster in zwei Geschossen
gegliedert. Nachdem der Bau im Mittelalter verfallen und in der Mitte des
18. Jahrhunderts in die Anlage des kurfürstlichen Schlosses eingegliedert
wurde, ordnete der Preußenkönig Wilhelm IV. den Wiederaufbau
der Basilika in ihrer ursprünglichen „Größe und Stilreinheit“
an. Nach der Beendigung dieses Wiederaufbaus stellte der König die
Basilika im Jahre 1856 der Ev. Kirchengemeinde Trier als Gotteshaus zur
Verfügung (mehr zur Geschichte der
Basilika).
Aus demselben Jahr stammt
auch die erste Orgel, die – erbaut von den Gebrüdern Uebach aus Barmen
(später Klavierfabrik Ibach) – auf einer dem Altarraum gegenüberliegenden
Empore stand. Sie wurde am 28. September 1856 mit der Basilika in Anwesenheit
des Preußenkönigs und seiner Gattin eingeweiht. Dieses Werk
hatte 40 Register auf drei Manualen und Pedal, und in seinen beiden halbrunden
Pedaltürmen standen dreißig Pfeifen des Prinzipalbaß 32´.
Das Gehäuse maß 15,10 m in der Höhe, 10,60 in der Breite
und 5 m in der Tiefe.
Im
Jahre 1913 wurde die Basilika-Orgel durch die Firma Friedrich Weigle (Echterdingen
bei Stuttgart) umgebaut und auf 50 Register erweitert. Das Instrument hatte
eine rein pneumatische Traktur und Membranenladen.
Dem Zweiten Weltkrieg fielen
sowohl die Orgel als auch die Inneneinrichtung der Basilika zum Opfer.
Nach dem Wiederaufbau erhielt
der Raum, auch Ev. Kirche zum Erlöser genannt, im Jahre 1962 eine
neue Orgel (II/30) mit mechanischer Spiel-
und elektrischer Registertraktur, erbaut von der Berliner Orgelbauanstalt
Prof. Karl Schuke. Dem asketischen Restaurationsverständnis dieser
Zeit entsprach der Standort der neuen Orgel, die in den vorderen Fensterbogen
der Ostwand hineingebaut wurde. Der Prospekt verdeutlicht den klaren Werkaufbau:
Das Oberwerk ist über dem Hauptwerk angeordnet, die 16´-Prinzipale
des Pedals rahmen diese Mitte ein, deren einziges in den Raum hineinragendes
Element die Spanischen Trompeten 8´ und 4´ bilden.
Martin Bambauer
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