Historische Orgeln in der Konstantin-Basilika - Orgelpunkt Trier: Orgel- und Chor Musik an Dom und Konstantin - Basilika. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 31.05.2009 11:04:27

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Historische Orgeln in der Konstantin-Basilika
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Der Bau der Konstantin-Basilika stellt mit einer Länge von 67 m, einer Breite von 27 m und einer Höhe von 30 m den größten ungeteilten, stützenlosen Raum dar, der aus der Antike erhalten geblieben ist. Die Wände werden durch große, rundbogige Fenster in zwei Geschossen gegliedert. Nachdem der Bau im Mittelalter verfallen und in der Mitte des 18. Jahrhunderts in die Anlage des kurfürstlichen Schlosses eingegliedert wurde, ordnete der Preußenkönig Wilhelm IV. den Wiederaufbau der Basilika in ihrer ursprünglichen „Größe und Stilreinheit“ an. Nach der Beendigung dieses Wiederaufbaus stellte der König die Basilika im Jahre 1856 der Ev. Kirchengemeinde Trier als Gotteshaus zur Verfügung (mehr zur Geschichte der Basilika).
Aus demselben Jahr stammt auch die erste Orgel, die – erbaut von den Gebrüdern Uebach aus Barmen (später Klavierfabrik Ibach) – auf einer dem Altarraum gegenüberliegenden Empore stand. Sie wurde am 28. September 1856 mit der Basilika in Anwesenheit des Preußenkönigs und seiner Gattin eingeweiht. Dieses Werk hatte 40 Register auf drei Manualen und Pedal, und in seinen beiden halbrunden Pedaltürmen standen dreißig Pfeifen des Prinzipalbaß 32´. Das Gehäuse maß 15,10 m in der Höhe, 10,60 in der Breite und 5 m in der Tiefe.
Im Jahre 1913 wurde die Basilika-Orgel durch die Firma Friedrich Weigle (Echterdingen bei Stuttgart) umgebaut und auf 50 Register erweitert. Das Instrument hatte eine rein pneumatische Traktur und Membranenladen.
Dem Zweiten Weltkrieg fielen sowohl die Orgel als auch die Inneneinrichtung der Basilika zum Opfer. 
Nach dem Wiederaufbau erhielt der Raum, auch Ev. Kirche zum Erlöser genannt, im Jahre 1962 eine neue Orgel (II/30) mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur, erbaut von der Berliner Orgelbauanstalt Prof. Karl Schuke. Dem asketischen Restaurationsverständnis dieser Zeit entsprach der Standort der neuen Orgel, die in den vorderen Fensterbogen der Ostwand hineingebaut wurde. Der Prospekt verdeutlicht den klaren Werkaufbau: Das Oberwerk ist über dem Hauptwerk angeordnet, die 16´-Prinzipale des Pedals rahmen diese Mitte ein, deren einziges in den Raum hineinragendes Element die Spanischen Trompeten 8´ und 4´ bilden.

Martin Bambauer



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