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Trierer Orgeln von 1900 bis 1945
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Über Orgeln und Orgelbau wird
im Vergleich zu früheren
Zeiten heute sehr viel
umfassender geschrieben. Es
beginnt vielerorts mit der
Festschrift zur Einweihung
einer neuen Orgel bzw. zum
Abschluß der
Restaurierungsarbeiten an
einer historischen Orgel. Bei
besonderen Projekten folgt in
Regel dann kurze Zeit später
eine mehr oder weniger
ausführliche Monographie.
Desweiteren gibt es
mittlerweile etliche
zusammenfassende
Darstellungen, die sich einem
lokal oder regional
eingegrenzten Gebiet widmen
sowie eine zunehmende Zahl
solcher Bücher, die unter
bestimmten, dem Leser nicht
immer verständlichen Kriterien
einen summarischen
Überblick über ganze Länder
geben wollen. Diese Vorhaben
scheitern jedoch zumeist an
der Quantität des zu
behandelnden Stoffes.
Bei all diesen Darstellungen
fällt aber immer wieder auf,
daß man zwar sehr wohl die
historischen Instrumente bis
mittlerweile einschließlich des
19. Jahrhunderts und die
Orgelneubauten etwa ab den
60er Jahren des 20.
Jahrhunderts eingehend zu
würdigen weiß, nicht aber -
oder nur höchst selten - die
Orgeln aus der Zeit zwischen
den Weltkriegen.
So zeigt auch das erste
Buch, das sich mit den
Orgeln unserer Region befaßt,
noch überdeutliche
Vorlieben für alles Barocke
und auch Neobarocke,
wenngleich die großen,
repräsentativen Orgel-
neubauten der
Zwischenkriegszeit nicht
unerwähnt bleiben. Und auch
die jüngst erschienene CD
Orgeln der Stadt Trier grenzt
diese Epoche aus, da die
einzige in Trier erhaltene
Orgel aus dieser Zeit wegen
damals laufender
Renovierungsarbeiten nicht
oder nur bedingt spielbar war.
Wenn auch mit Ausnahme
dieser in ihrem
Originalzustand erhaltenen
Orgel sämtliche größeren
Instrumente dieser Zeit
entweder im Krieg zerstört
oder in der Jahren danach
entfernt worden sind, so
schien es doch einmal
lohneswert, einen Überblick
über den reichen Bestand an
Trierer Orgel aus der ersten
Hälfte des gerade
vergangenen Jahrhunderts zu
geben - auch und gerade in
der traurigen Gewißheit, daß
auf diesem Wege keines der
verlorenen Instrumente je
wieder zum Klingen gebracht
werden kann.
Als Hauptquelle für den
nachfolgenden Artikel dienten
vor allem die im Bistumsarchiv
Trier ( in den Anmerkungen
mit BATr abgekürzt)
befindlichen Meldebögen von
1944, in die alle zu diesem
Zeitpunkt vorhandenen Orgeln
zwecks Materialsichtung
eingetragen werden mußten.
Neben de- tailierten Angaben
zur Disposition mußten darin
Angaben zu Prospekt,
Traktur, Erbauungsjahr,
Spieltischentfernung vom
Gehäuse sowie Häufigkeit und
Art der Verwendung gemacht
werden. Desweiteren wurden
(soweit momentan
zugänglich) die Pfarrakten
herangezogen.
Wolfgang Valerius
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ORGELHISTORISCHES IM TRIERER RAUM
Trierer Orgeln 1900 - 1945:
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