Trierer Orgeln von 1900 bis 1945 - Orgelpunkt Trier: Orgel- und Chor Musik an Dom und Konstantin - Basilika. Touristische Sehenswürdigkeiten wie z.B. Porta Nigra und Trierer UNESCO Weltkulturerbe. 31.05.2009 11:04:16

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Trierer Orgeln von 1900 bis 1945
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Über Orgeln und Orgelbau wird im Vergleich zu früheren Zeiten heute sehr viel umfassender geschrieben. Es beginnt vielerorts mit der Festschrift zur Einweihung einer neuen Orgel bzw. zum Abschluß der Restaurierungsarbeiten an einer historischen Orgel. Bei besonderen Projekten folgt in Regel dann kurze Zeit später eine mehr oder weniger ausführliche Monographie. Desweiteren gibt es mittlerweile etliche zusammenfassende Darstellungen, die sich einem lokal oder regional eingegrenzten Gebiet widmen sowie eine zunehmende Zahl solcher Bücher, die unter bestimmten, dem Leser nicht immer verständlichen Kriterien einen summarischen Überblick über ganze Länder geben wollen. Diese Vorhaben scheitern jedoch zumeist an der Quantität des zu behandelnden Stoffes. 
Bei all diesen Darstellungen fällt aber immer wieder auf, daß man zwar sehr wohl die historischen Instrumente bis mittlerweile einschließlich des 19. Jahrhunderts und die Orgelneubauten etwa ab den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts eingehend zu würdigen weiß, nicht aber - oder nur höchst selten - die Orgeln aus der Zeit zwischen den Weltkriegen. 
So zeigt auch das erste Buch, das sich mit den Orgeln unserer Region befaßt, noch überdeutliche
Vorlieben für alles Barocke und auch Neobarocke, wenngleich die großen, repräsentativen Orgel- neubauten der Zwischenkriegszeit nicht unerwähnt bleiben. Und auch die jüngst erschienene CD Orgeln der Stadt Trier  grenzt diese Epoche aus, da die einzige in Trier erhaltene Orgel aus dieser Zeit wegen damals laufender Renovierungsarbeiten nicht oder nur bedingt spielbar war.
Wenn auch mit Ausnahme dieser in ihrem Originalzustand erhaltenen Orgel  sämtliche größeren Instrumente dieser Zeit entweder im Krieg zerstört oder in der Jahren danach entfernt worden sind, so schien es doch einmal lohneswert, einen Überblick über den reichen Bestand an Trierer Orgel aus der ersten Hälfte des gerade vergangenen Jahrhunderts zu geben - auch und gerade in der traurigen Gewißheit, daß auf diesem Wege keines der verlorenen Instrumente je wieder zum Klingen gebracht werden kann.
Als Hauptquelle für den nachfolgenden Artikel dienten vor allem die im Bistumsarchiv Trier ( in den Anmerkungen mit BATr abgekürzt) befindlichen Meldebögen von 1944, in die alle zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Orgeln zwecks Materialsichtung eingetragen werden mußten. Neben de- tailierten Angaben zur Disposition mußten darin Angaben zu Prospekt, Traktur, Erbauungsjahr, Spieltischentfernung vom Gehäuse sowie Häufigkeit und Art der Verwendung gemacht werden. Desweiteren wurden (soweit momentan zugänglich) die Pfarrakten herangezogen.

Wolfgang Valerius



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